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Buch Zur Heimatgeschichte Vom harten Leben am Augustfehn-Kanal

Klauhörn - Ein dünnes Buch wird es nicht werden – das steht heute schon fest: Wenn Johann Hasselhorst sich mit Heimatgeschichte befasst, dann hat der 71-Jährige vieles zu berichten.

Eine mächtige Chronik hat der ehemalige IT-Manager bereits über sein Heimatdorf Klauhörn geschrieben: „Ick bün in Klauhörn to Hus – Meine Heimat Klauhörn“ heißt das Werk mit 733 Seiten.

Über 700 Seiten geballte Informationen stecken in Hasselhorsts zweitem Buch, 88 Jahre Heimat- und Boßelverein Leeg weg Klauhörn. Zu ihm hat der Buchautor eine besondere Beziehung: 32 Jahre lang war er dessen Vorsitzender, zuvor bereits 15 Jahre stellvertretender Vereinschef, heute ist er Ehrenvorsitzender.

GEschichte begeistert

Und das dritte Buch? „Diesmal geht es nicht nur um Klauhörn allein, sondern um die Bauerschaft, zu der auch Augustfehn II und Augustfehn III gehören“, sagt Hasselhorst, der sich auch kommunalpolitisch engagiert und SPD-Gemeinderatsmitglied sowie stellvertretender Aper Bürgermeister ist.

Heimatgeschichte – das hat den Klauhörner schon von Kindesbeinen fasziniert. Als Junge schon hörte er den älteren Dorfbewohnern zu, wenn diese über ihre Erlebnisse berichteten. Vor über 20 Jahren begann der Klauhörner dann damit, was ihm erzählt wurde aufzuschreiben und das Ganze mit Dokumenten, Fotos und anderen Unterlagen zu bereichern. Die Materialsammlung wuchs und wuchs und so entstand die Idee, das Ganze zu veröffentlichen, um die Informationen späteren Generationen zu erhalten. Aus dem anfangs geplanten einen Buch wurden drei.

Kanal als Lebensader

„Das, was die landwirtschaftlich geprägten Dörfer Augustfehn II und III und Klauhörn verbinden, ist der Kanal. Er diente nicht nur zur Entwässerung des Moores, sondern war auch wichtiger Verkehrsweg für den Abtransport von Torf und anderen Waren“, sagt Hasselhorst.

Wer hat Material?

Wer hat noch alte Fotos und Dokumente aus der Geschichte der Dörfer Klauhörn, Augustfehn II und Augustfehn III? Johann Hasselhorst würde sich über weiteres Material für sein Geschichtsbuch über die Bauerschaft freuen und die Informationen miteinfließen lassen. Besonders interessiert ist der Klauhörner an Unterlagen aus der Gründungszeit des Ehrenhainvereins, aber auch über das Schulleben der beiden Schulen. Erreichbar ist Hasselhorst unter der Telefonnummer   0 44 89/ 54 89.

Die ersten Siedler errichteten in Augustfehn II Ende des 19/Anfang des 20. Jahrhunderts ihre Katen auf Kolonaten entlang des Kanals. Das Leben im Moor war entbehrungsreich: „Den Eersten sien Dod, den Tweeten sien Not, den Drütten sien Brod“ (Des Ersten Tod, des Zweiten Not und des Dritten Brot) hieß der Spruch, der darauf hinwies, dass man erst nach drei Generationen im Moor sein Auskommen hatte. Der Name Fehn, wie er auch in Augustfehn steckt, steht für ein Moorgebiet, in dem nach Torf als Brennmaterial gegraben wurde.

Der wichtigste Betrieb in Augustfehn II war und ist das 1872 gegründete (Tiegel-)Stahlwerk. Noch heute sprechen Einheimische davon, dass man nach Augustfehn-Stahlwerk fahre, wenn von Augustfehn II die Rede sei. Auch die ehemalige Grundschule Am Stahlwerk und der Ortsbürgerverein Stahlwerk, der sich aus dem Ehrenhainverein entwickelte, verweisen auf den bedeutsamen Betrieb.

Erneut dickes Buch

Das Vereinswesen in der Bauerschaft von früher bis heute, die beiden Schulen in Augustfehn II und III und das Schulleben – vieles wird Hasselhorst aufgreifen. Mehrere hundert Seiten wird auch das neue Buch umfassen, das im Winter 2021 erscheinen soll.

Doris Grove-Mittwede
Doris Grove-Mittwede Redaktion Westerstede
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