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Klinikzentrum Westerstede Wie die Digitalisierung Leben retten kann

Freuen sich über die erfolgreiche digitale Anbindung des Rettungsdienstes: (v.l.) Michael Peter, Dr. Tobias Gronow, Theresa Meile, Annika Raddatz und Axel Weber.

Freuen sich über die erfolgreiche digitale Anbindung des Rettungsdienstes: (v.l.) Michael Peter, Dr. Tobias Gronow, Theresa Meile, Annika Raddatz und Axel Weber.

Klinikzentrum

Ammerland - Bei Schlaganfällen, Herzinfarkten oder schweren Unfällen kann es auf jede Sekunde ankommen. Als erstes Krankenhaus in der Region Oldenburg-Ammerland-Ostfriesland hat das Klinikzentrum Westerstede jetzt den Rettungsdienst mit dem Notfallzentrum vernetzt.

Zeitersparnis

Das Notfallzentrum wird gemeinsam von Ammerland-Klinik und Bundeswehrkrankenhaus betrieben. Der Notfall-Informations- und Dokumentations-Assistent (Nida) sorgt für eine deutliche Verbesserung bei der Versorgung von Notfällen – und eine erhebliche Zeitersparnis bei der Patientenversorgung.

„Diese digitale Anbindung des Rettungsdienstes an unser Notfallzentrum ist ein weiterer Fortschritt in der Digitalisierung des Klinikzentrums und eines der Projekte, die wir als Ammerland-Klinik im Rahmen der Förderung durch das Krankenhauszukunftsgesetz umsetzen“, berichtet Axel Weber, Hauptgeschäftsführer der Ammerland-Klinik. Seit der zweiten Mai-Hälfte ist „Nida“ nun im Einsatz.

„Besonders stolz sind wir darauf, dass es sich um die erste Installation und Vernetzung von Rettungsdienst und Notfallzentrum in der Region handelt. Damit tragen wir maßgeblich zur Sicherstellung der digitalen Notfallversorgung bei“, berichtet Dr. Matthias Grüne, Kommandeur und ärztlicher Direktor des Bundeswehrkrankenhauses Westerstede.

Telemedizin

Bereits aus dem Rettungswagen werden über das sogenannte Nida-Pad die Daten der eintreffenden Patienten sowie eine Verdachtsdiagnose mittels Mobilfunknetz ins Notfallzentrum übertragen. „Durch diese telemedizinische Voranmeldung können wir bereits vor Eintreffen der Patienten die notwendigen Maßnahmen treffen. Ärzte und Pflegepersonal erhalten zudem Angaben über den Zustand der Patienten und die bereits durchgeführten Maßnahmen. Auch der Name und die Versicherungsdaten werden übermittelt, sodass wir uns anhand der Krankenakte über eventuelle Vorerkrankungen oder Medikamente informieren können. Sogar ein EKG kann im Vorfeld übertragen werden“, erläutert Dr. Tobias Gronow, Oberfeldarzt und stellvertretender ärztlicher Leiter des Notfallzentrums.

Mehr Sicherheit

Ein weiterer Vorteil ist, dass das Rettungsdienstprotokoll und die empfangenen Daten nun lückenlos in das Krankenhaus-Informations-System übertragen werden, sodass der Dokumentationsaufwand reduziert wird und die Daten allen an der Behandlung beteiligen Personen direkt digital zur Verfügung stehen.

„Durch die Übergabe aller Informationen direkt ins System wird die Sicherheit der Patienten weiter erhöht, da ein Verlust von wichtigen Gesundheitsinformationen verhindert wird. Zeitkritische Patienten können zudem ohne Zeitverzögerung der richtigen Behandlungseinrichtung zugeführt werden“, sagt Michael Peter, Geschäftsführer des Rettungsdienstes Ammerland.

Jasper Rittner
Jasper Rittner Chefreporter Oldenburg-Stadt/Ammerland
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