Essen gehen, Freunde einladen, schwimmen gehen – die Freude über zurückgewonnene Lebensqualität ist groß. Aber diese „Von Null auf 100“-Taktik der Landesregierung ist nicht nachzuvollziehen. Über Monate bleibt alles geschlossen, das soziale Leben liegt brach. Diskothekenbesuche gehören einer vergangenen Zeit an.

Und nun darf man mehr oder minder über Nacht wieder loslegen – mal mit, mal ohne Maske. Dass Boris Mennenga als Diskothekenbesitzer dabei so gelassen bleibt, ist dem Unternehmer hoch anzurechnen. Er geht seinen eigenen Weg und tut vermutlich gut daran.

Anders sieht es bei den Schulkindern aus: Erst sind halbe Klassen mit Mundschutz erlaubt, nun ganze Klassen ohne Mundschutz. Und trotzdem trauen sich die meisten Kinder nicht, der Vorgabe der Landesregierung zu folgen und die Masken abzusetzen, weil es von Seiten der Lehrer heißt: Lasst die Masken auf, dann bleiben die Inzidenzen niedrig. Ob Disco oder Schule – die Beispiele zeigen: Theorie und Praxis passen nicht zusammen. Und von einem coronafreien Alltag sind wir so weit entfernt wie von einem Frühtanz in Tange.