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Wasserschutzpolizei-Kontrollen In Edewecht Wer hat auf dem Küstenkanal einen im Kahn?

Edewecht - Freie Fahrt voraus auf dem Küstenkanal? Auch beim Verkehr auf Flüssen, Kanälen und Seen gelten Regeln wie auf asphaltierten Straßen. So einfach mit dem Boot oder Kahn losschippern, ist da nicht drin. Zuständig für den Edewechter Bereich des Küstenkanals ist die Wasserschutzpolizei-Station Meppen.

„Es wird genauso gepustet und in diesem Fall gelasert – nicht geblitzt – wie im Straßenverkehr. Und eine Berechtigung braucht auch jeder, der ein Wasserfahrzeug führt“, erklärt Polizeihauptkommissar Christian Kleen von der Wasserschutzpolizei Meppen.

Polizeiboote unterwegs

Er und acht weitere Kollegen sind auf dem Wasser im Einsatz mit dem elf Meter langen Streckenboot „W 17“ und dem bis zu 50 km/h schnellen Streifenboot „W 37“, das auf einem Trailer transportiert werden kann und deshalb schnell einsatzbereit ist. „Der Bereich ist sehr groß, da sind wir mit den Booten nicht schnell genug“, sagt Kleen.

Ihr Einsatzgebiet auf dem Küstenkanal reicht von der Schleuse in Oldenburg bis nach Dörpen sowie auf dem Dortmund-Ems Kanal von Spelle bis Papenburg.

Geschwindigkeit wird kontrolliert

Ob die Boote sich an die maximal erlaubte Geschwindigkeit halten, wird mit einem Lasergerät gemessen. „Man kann das auch mit einer Stoppuhr auf ein Kilometer Strecke machen – das ist aber veraltet“, sagt Kleen. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit für Boote beträgt je nach Beladung acht oder zehn km/h. Sportboote dürfen maximal zwölf km/h fahren. Bei Überschreitung drohen Strafen von 250 bis 1500 Euro.

Das ist der Küstenkanal

Der Küstenkanal ist eine Verbindung zwischen Hunte und Ems. Er führt von Oldenburg bis nach Dörpen am Dortmund-Ems-Kanal. Ursprünglich wurde der Küstenkanal zur Entwässerung der ostfriesischen Moore gebaut, heute ist er eine Bundeswasserstraße und verbindet Ems und Weser im Landesinneren.

Der Verkehr der Berufsschifffahrt ist eher mäßig, manchmal sind aber große Schubverbände unterwegs.Yachthäfen gibt es nur in Surwold (Emsland) und am Kanalende in Oldenburg.

Die meisten Vergehen werden aber wegen falscher Papiere oder zu hoher Beladung festgestellt. „Manchmal sind Sportboote zu schnell unterwegs. Zum Küstenkanal fährt aber keiner, um Urlaub zu machen“, meint Kleen. Landschaftlich ist der Kanal nicht so interessant, da er so tief liegt, dass das Ufer kaum eingesehen werden kann.

Kein Alkohol am Steuer

Wie im Straßenverkehr werden auch am Schiffssteuer Alkoholkontrollen durchgeführt. „Das machen wir mehr bei Sportbootfahrern, aber auch Binnenschiffe werden während der Fahrt kontrolliert“, sagt Kleen. Die Schiffe werden dann angehalten und einer der Beamten geht an Bord. Wer mehr als 0,5 Promille im Blut hat, darf kein Schiff mehr führen – das gilt auch für die Besatzung und ausdrücklich auch für Jetskifahrer, Surfer und Kitesurfer.

Es drohen Bußgeler von 350 bis 2500 Euro. Den Bootsführerschein muss abgeben, wer mit 1,1 Promille oder mehr erwischt wird. Der Kfz-Führerschein kann bei groben Verstößen oder Straftaten ebenfalls entzogen werden.

Schiffsverkehr mit Futtermitteln

Unterwegs seien vor allem Berufsschifffahrer, die Futtermittel von Brake nach Lingen transportieren. „Im Gegenzug nehmen die Niederländer viel Torf aus dem Bereich Edewecht mit“, sagt Kleen. Zudem seien Baufirmen mit Sand und Containerschiffe von Emden, Bremen oder Bremerhaven bis nach Dörpen unterwegs.

Arne Erik Jürgens
Arne Erik Jürgens Thementeam Polizei/Justiz
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