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Erster Kabarett-Auftritt von Klaus Finsterhölzl Lehrer bringt Schiller, Goethe und Marcel Reich-Ranicki nach Edewecht

Erhard Drobinski
Sorgte für gelungene Unterhaltung: Klaus Finsterhölzl, im Hauptberuf Lehrer, absolvierte seinen ersten Kabarettauftritt in Edewecht.

Sorgte für gelungene Unterhaltung: Klaus Finsterhölzl, im Hauptberuf Lehrer, absolvierte seinen ersten Kabarettauftritt in Edewecht.

Erhard Drobinski

Edewecht - Kurzweil, Abwechslung und Balladen und Gedichte, allerdings in sehr abgewandelter Form, erlebten jetzt die zahlreichen Besucher im Saal im Gasthof Am Markt in Edewecht. Klaus Finsterhölzl hatte zu einem Kabarett-Abend eingeladen, der vor allem die Lachmuskeln strapazierte.

Kleinere Verwandlungsmöglichkeiten ließen auf der Bühne trotzdem immer wieder neue Personen und Persönlichkeiten entstehen, die einen auf den Weg von Wortspiel, Gestik und Mimik mitnahmen. „Die Bürgschaft“ von Schiller gab es in abgewandelter Form und in zwei Fassungen ebenso zu hören wie Teile aus dem Nibelungenlied oder auch der Zauberlehrling von Goethe.

Publikum unterhalten

Es waren aber nicht nur die leicht entfremdeten Texte, die zum Beifall animierten, die Darstellung auf der Bühne mit einer überzogenen Gestik, die den Inhalt der Geschichten zusätzlich unterstrich, sorgte beim Publikum für viel Heiterkeit. Dazu wurden die Besucher über den Ödipus- und Elektra-Komplex aufgeklärt, erlebten das Märchen vom Rotkäppchen einmal anders oder durften Worte von Marcel Reich-Ranicki lauschen.

Was sich als roter Faden durch das gut zweistündige Programm zog, war das Spiel mit den 24 Buchstaben. Dabei musste beim Zuhören genau beachtet werden, was Klaus Finsterhölzl sagte, um überhaupt die 24 Buchstaben eines Begriffes zu erhalten. Nicht „Cerebralinsuffizienz“, sondern „eine Cerebralinsuffizienz“ umfasste die Anzahl der Buchstaben, nicht „Marcel Reich-Ranicki“, sondern der Begriff „Papst Marcel Reich-Ranicki“ umfasste die entsprechende Anzahl, wobei der Bindestrich als Zeichen mitgezählt werden musste. Diese Kleinigkeiten in den Spielen mit den Namen und Begriffen wurden von den Zuhörern begeistert aufgenommen.

Auftritt nachgeholt

Im Dezember letzten Jahres war der Auftritt „Auf’s Korn genommen“ geplant, musste aber wie vieles andere verschoben werden. Jetzt war der Künstler, eigentlich Schulleiter eines Gymnasiums in Ramsloh und zuvor Lehrer am Gymnasium Bad Zwischenahn-Edewecht, froh darüber, endlich wieder auf der Bühne stehen zu können. Mit diesem Programm war es nach der Premiere im Saterland sein zweiter Auftritt. Die Besucher fanden es toll, dass endlich wieder eine Veranstaltung stattfand. Diejenigen, die ein politisches Kabarett erwartet hatten, wurden dabei etwas enttäuscht. Politische Themen fanden sich, wenn überhaupt, nur sehr entfremdet wieder. Dennoch war es ein gelungener Unterhaltungsabend, der Spaß auf mehr machte.

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