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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

130 Zuschauer schnell begeistert

14.10.2015

Hollen /Aschhausen „Willkommen im Chaos“, sagt der junge Bräutigam Mark (Kay Hinrichs) schon im ersten Akt. Es hätte auch der Titel des Theaterstücks „Oh Gott, disse Familie“ sein können, denn es geht am Montag bei der Premiere ständig drunter und drüber auf der Bühne. Sehr schwungvoll hatte Hella Gerdes das Stück mit der Theatergruppe der Landjugend Aschhausen in der Scheune des „Hollener Kroog“ inszeniert.

Ja, das hat man davon, wenn man eigentlich ganz für sich zu zweit in einer kleinen Berghütte in Bayern heiraten möchte und es niemand erfahren soll – und man es dann aber doch zwei Leuten „unter dem Mantel der Verschwiegenheit“ erzählt hat.

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Aufführungen von „Oh Gott, disse Familie“ gibt es noch von diesem Mittwoch, 14. Oktober, bis Sonnabend, 17. Oktober, täglich um 20 Uhr, Sonntag, 18. Oktober, um 15 und 20 Uhr sowie von Dienstag bis Sonnabend, 20. bis 24. Oktober, jeweils um 20 Uhr.

So stehen dann Marks Mutter Martha (Gesa Meinen), sein Vater Fritz (Eike Bischof) und Opa Johann (Phil Hinrichs) ganz plötzlich in der kleinen Hütte und sind fest davon überzeugt, dass das junge Brautpaar Ute (Dörte Meinen) und Mark „sück bannig frein“. Dem ist aber gar nicht so. Bald steht auch die Hüttenwartin Klara (Ninja Reichow) auf der Matte. Ihr „Markenzeichen“ ist der runde Ballerinenknoten auf dem Kopf. Sie macht in einem Mix aus „ammerländisch“ und bayrisch deutlich, dass „das teuer würde“, wenn zwei Leute buchen und zehn kommen. Denn bald ergänzen auch Utes Mutter Marlene (Romana Schmidt) und ihr Vater Herbert (Arne Lüttmann) das Chaos und glauben, ohne ihre Hilfe könne die Hochzeit „nicht steigen“.

Besonders Marlene macht tolle Vorschläge für das „Design“ des Brautkleides. Und schon beginnt der „Zickenkrieg“ zwischen den Müttern, denn Marks Mutter hat ihr eigenes Brautkleid reinigen und bügeln lassen und sieht Ute schon darin zum Altar schreiten. Marlene kann dies nicht zulassen, denn Ute als Tochter eines „Kusenklempners“, der voll unter den Fittichen von Marlene steht, hat etwas Besseres verdient.

Die rund 130 Menschen im Saal sind schnell vollauf begeistert und zeigen das mit viel Applaus und lauten Lachern. Die Schauspieler sind durchweg textsicher, und wenn es dann mal „hakt“ fragt Fritz die Topoosterin Hella Gerdes hörbar „Wat hest du segt?“ Sehr deutlich kommen die unterschiedlichen Schichten der beiden Familien zum Tragen. Die „gaanz eenfachen“ Eltern von Mark können natürlich nicht mithalten mit den Eltern von Ute, die „gaanz etepetete“ sind. Das drückt sich nicht nur in dem großen orangefarbenen Hut von Marlene aus, sondern sie hat auch eine kleine Hündin „Daysi“, die von Fritz samt pinkfarbener Handtasche (ihre „Hundehütte“) aus dem Fenster geworfen wird, weil so was nicht auf dem Tisch gehört. Marks Eltern und Opa sind da „etwas schlichter“. Sie sitzen schon mal im Achselhemd am Frühstückstisch und mögen kein „Vögelfuur“ (Müsli). Fritz und Opa haben entdeckt, dass es unten im Dorf eine „Karibische Nacht“ gibt und freuen sich auf „Hula hula un so“. Am nächsten Morgen kommen sie in Baströckchen, mit Gedächtnislücken und ohne Anzüge für die Hochzeitsfeier nach Hause. Und es bleibt die große Frage, wie und ob sie diese wohl rechtzeitig zurück bekommen. . .

Mit viel Liebe wurde das Bühnenbild von den Schauspielern selbst gestaltet – echt bayrisch in „Eiche rustikal“ und mit karierten Gardinchen. Alle weiteren Vorstellungen sind auserkauft. Aber man soll trotzdem anrufen. „Weil immer wieder Reservierungen zurückgenommen werden“, weiß Hella Gerdes.

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