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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Gesundheit: 50 Jahre Aushängeschild für den Ort

05.02.2014

Bad Zwischenahn Mit 500 Mark und einer Empfehlung fing alles an: Georg Nase, seinerzeit Kurdirektor von Bad Driburg hatte für dieses Honorar ein Gutachten erstellt und kam darin zum Fazit, dass sich Bad Zwischenahn als Moorheilbad perfekt eigne. 1956 wurde die Kurbetriebsgesellschaft gegründet, am 14. Februar 1964 erhielt der Ort die ersehnte staatliche Anerkennung als Heilbad.

Und weil diese Anerkennung dann fast auf den Tag genau 50 Jahre alt ist, wird am 15. und 16. Februar gefeiert. In der Wandelhalle erwartet die Besucher „eine informative, lustige, lebendige Ausstellung rund ums Moor in der Wandelhalle“, wie Miriam Kösters, Pressereferentin der Bad Zwischenahner Touristik ankündigt. „Das ,schwarze Gold‘ wird ein Wochenende lang in den Mittelpunkt des Interesses gestellt und von vielen Seiten beleuchtet: medizinisch, kulinarisch, ökologisch, historisch, kulturell…“

Alle Einzelheiten sollen noch nicht verraten werden, aber es soll ein Angebot für alle sein: Die Kurbetriebsgesellschaft demonstriert an einem Moorlabor den Weg des Rohstoffs aus der Natur in die Moorwannen des Reha-Zentrums. Dieses zeigt die Anfänge der Kur und sein heutiges Behandlungsspektrum. Der Verein für Heimatpflege demonstriert, was das Leben im und mit dem Moor für unsere Vorfahren bedeutete. Herbert Wehmhoff bietet um 14 Uhr Moorführungen ins Kayhauser Moor an, wo die Kurbetriebsgesellschaft über 30 Hektar Abbaufläche verfügt. Von hier aus wird die feste Moormasse ins Reha-Zentrum transportiert, wo sie entsprechend aufbereitet wird.

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Die Landfrauen laden zu Moorkuchen und Buchweizentorte ein, an einer Mitmachstation des Umweltbildungszentrums Ammerland können Kinder zu Moorforschern werden. Jochen Kusber und Theo von Garrel zeigen die künstlerische Seite des Moores, Putzfrau Grete (Sabine Krüger) die humorvolle und Edda zur Brügge, Corinna Jenn sowie Bernd Ötjen die musikalische.

Auch wenn die ganz großen Zeiten der bis zu 43 Grad warmen Moorbäder aufgrund von Beschränkungen der Krankenkassen (vorerst) vorbei sind, spielen die Anwendungen (Bäder und Packungen) nach wie vor eine Rolle im „Reha-Zentrum am Meer“: 2013 wurden 648 Kubikmeter Moor abgebaut und zu insgesamt 9000 Mooranwendungen verarbeitet. Das sind im Schnitt ungefähr 170 pro Woche. In Hochzeiten seien es in den 20 Edelstahlwannen bis zu 400 Bäder täglich gewesen, erinnert sich Hans Dieter Schneider, ehemaliger Technischer Leiter des Reha-Zentrums. Er wird die historische Entwicklung des Kurortes in Vorträgen beleuchten.

Denn nicht nur für Kurdirektor Peter Schulze ist das Moor „die Keimzelle für die Kurbetriebsgesellschaft mit rund 400 Mitarbeitern“. Das örtliche Heilmittel Moor sei dabei eine wesentliche Voraussetzung für die staatliche Anerkennung als Heilbad. Diese sei Basis für den gesamten Gesundheitstourismus, hob Bürgermeister Dr. Arno Schilling hervor. Die Gemeinde sei im großen Gesundheitsmarkt gut aufgestellt und werde diese Stellung mit der Klinik weiter ausbauen.

Klaus Wolf, Vorsitzender des Gewerbe- und Handelsvereins, verwies auf die rasante Entwicklung von Einzelhandel und Gastronomie seit 1964. Für Wolfgang Mickelat, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Kurbetriebsgesellschaft, ist das Prädikat Moorheilbad „das Aushängeschild für den Ort“ schlechthin. Darauf werde und wolle man nicht verzichten. Alle zehn Jahre erfolgt eine Reprädikatisierung, zuletzt 2011.

Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
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