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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Soiree: Alte Lieder neu aufgelegt

02.12.2014

Rastede „Stellen Sie sich vor, wir sind in Harlem, New York. Schwarze und Weiße feiern gemeinsam Gottesdienst in einer Kirche. Manche stehen und klatschen begeistert, andere meditieren oder beten“, erzählt die Sängerin Richetta Manager. Sie ist gerade dabei, ihre Zuschauer im Rasteder Palais auf eine gedankliche Reise mitzunehmen. Von Pianist Robert Roche begleitet, präsentiert die Sopranistin passendes Liedgut zum ersten Advent im Rahmen der letzten „Soirée im Palais“ in diesem Jahr.

„Every Time I Feel The Spirit“ heißt es gleich zur Eröffnung. Manager und Roche schaffen es spielerisch, die Staubschicht auf diesem Gospelstandard durch ein beschwingtes und schnörkelloses Arrangement fortzufegen.

Die Energie, die in dieser Unmittelbarkeit steckt, wird auch bei den ruhigeren Titeln deutlich, die das Duo für diesen Abend ausgesucht haben. Auch Pop ist dabei, Claptons „Tears In Heaven“ wird durch die überaus sanfte Interpretation zum emotionalen Höhepunkt der ersten Hälfte, sogar „I Believe I Can Fly“ klingt hier im Palais nicht kitschig.

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Vom Wort Kitsch verabschiedet sich Richetta Manager an diesem 1. Advent ohnehin früh: „Natürlich singen wir auch einige Weihnachtslieder. Aber wir versuchen sie neu zu singen.“ Neu klingt es dann tatsächlich, wenn die gebürtig aus Oklahoma stammende Sängerin auch eine Handvoll deutscher Weihnachtslieder interpretiert. Im ersten Moment zieht sich noch ein Lachen durch den Raum, wenn Robert Roche bluesig in die ersten Akkorde von „Leise rieselt der Schnee“ startet. Doch spätestens, als Manager mit großartiger Intonation den altbekannten Text in die Musik einfließen lässt, ist das Lachen verflogen. Scheinbar ohne großen Aufwand ist das Lied zum Gospel geworden und damit zu einem ungewohnt greifbaren, unmittelbaren Lied.

Das Publikum war auf diesem Konzert nicht nur stiller Beisitzer, sondern aktives Element. Mehrfach regte Richetta Manager zum Aufstehen, Mitklatschen und Mitsingen ein. Dabei wurden die Besucher des Palais‘ so warm, dass Manager scherzte: „Bitte überprüfen Sie alle Ihre Terminkalender, ich glaube wir gehen bald zusammen auf Tournee!“

Nach doppelter Zugabe verabschiedeten sich die Künstler – nicht ohne noch auf spontan erfragte Wünsche zu reagieren. Nach der Frage des Lieblingsweihnachtsliedes des Publikums improvisierten Manager und Roche, der ebenfalls gebürtig aus den USA stammt, zu „Es ist ein Ros entsprungen“ und bewiesen damit einmal mehr musikalische Qualität. Gerade die optimale Chemie zwischen Sängerin und Pianist sowie ein grundsympathischer Humor machten diesen Abend zu einem besonderen Anfangspunkt der Adventszeit. Er bewies, dass Tradition auch ganz ohne Kitsch und Staubschicht funktioniert.

Die erste Soirée im neuen Jahr wird einmal mehr im Zeichen von Blues und Boogie Woogie stehen, wenn Pianist Henning Pertiet am 6. Februar erneut im Palais zu Gast sein wird.

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