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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Hier snakt man Plattdütsch

08.07.2019

Apen Stimmengewirr und Gelächter schallen aus dem lutherischen Gemeindehaus in Apen. Im großen Saal sitzen zahlreiche Gäste, lassen sich Tee, Kaffee und selbst gebackenen Kuchen schmecken und unterhalten sich.

„Hier ward Plattdüütsch snackt“, berichtet Hanne Taute. Alle hören aufmerksam zu, als Hanne Taute ihre erste plattdeutsche Kurzgeschichte vorträgt. Um Oma geht es, die nicht so sehr für das Feine, sondern mehr für das Praktische ist und darum, was einem mit einem Wischlappen so alles im Haushalt passieren kann. Heiteres Lachen, kurzer Beifall und schon folgen die nächsten Döntjes. Zwischendurchn werden plattdeutsche Lieder gesungen, die jeweils zwei Männer vom Handharmonikaclub Apen musikalisch begleiten.

Seit fast acht Jahren hat der plattdeutsche Nachmittag seinen festen Platz im Terminkalender des lutherischen Gemeindehaues. An jedem ersten Dienstag im Monat laden Alma Weber, Hanne Taute, Magdalene Wardenburg und Carina Vohlken dazu ein. Ihre Ehemänner unterstützen sie ebenso wie Karin Körte.

Küsterin unterstützt

Die Küsterin der lutherischen Kirchengemeinde Apen deckt die Tische ein und hilft beim Kaffee- und Teekochen und beim Abwasch. „Das Ganze macht sehr viel Spaß, es ist ein supertolles Team“, lobt sie. Den Kuchen backen die vier Organisatorinnen. Die Aufgaben sind optimal verteilt, das zeichnet die Gruppe aus.

„Dat löppt wunnebor“, erzählt Alma Weber und lacht. Hanne Taute und sie seien ein eingespieltes Duo. Jede habe eigene Mappen, Hefte oder ein Ideenbuch angelegt und mit Texten wie Döntjes, Kurzgeschichten, auch aus der NWZ, gefüllt.

Im Wechsel tragen die beiden Frauen ihre Auswahl an Texten vor, die jede für sich zuvor getroffen habe. „Wir halten immer Ausschau nach neuen Niederschriften, am besten mit Geschichten aus dem ländlichen Bereich“, sagt Hanne Taute und fügt hinzu: „Sie dürfen nur nicht zu lang sein.“

Die beiden hätten auch schon Bücher oder Hefte mit plattdeutschen Texten von Leuten bekommen. Bereichert werde der amüsante Nachmittag auch von einzelnen Gästen, die etwas vortragen würden. Inge Hock aus Westerstede ist ein solcher Gast: „Ich trage Erzählungen gerne frei vor.“ Als gebürtige Westpreußin spricht sie perfektes Plattdeutsch.

Der „plattdüütsche Namiddag“ ist ein offenes Angebot. Jedes Mal kommen etwa 60 und 70 Personen, überwiegend aus allen Teilen der Gemeinde Apen, aber auch aus der Umgebung. Immer wieder sind auch neue Gesichter dabei.

Viel Lob fürs Angebot

Frieda Weber aus Hollriede ist gebürtige Aperbergerin und nahm bereits am ersten Plattdeutschen Nachmittag 2011 teil. „Dat gefallt mi un is een Stück Heimat“, erzählt sie. Mit 99 Jahren ist sie derzeit die Älteste.

Gretchen Rosendahl aus Augustfehn II ist seit fünf Jahren regelmäßiger Gast. Sie ist 68 Jahre und fühlt sich sehr wohl beim Plattdeutschen Nachmittag.

Der Eintritt ist frei, für Kaffee, Tee und Kuchen wird ein Obolus von 2,50 Euro pro Person eingesammelt.

Nun ist Sommerpause. Das nächste Mal findet der Plattdeutsche Nachmittag am Dienstag, 3. September, von 14.30 bis 16.30 Uhr im lutherischen Gemeindehaus statt.

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