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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Skandale und mehr up Platt

09.02.2019

Apen Bad Religion“, „Pennywise“ oder auch „Die Ärzte“ - Die Liste der Jugendidole des Augustfehner Rockmusikers Jens Cramer ist lang. Genau wie jeder andere Musiker ließ sich der 32-Jährige in seiner Jugend von bestimmten Musikstilen prägen. Bei Cramer war dies der Punkrock.

„Der Punkrockstil hat mich damals direkt abgeholt. Der Schlagzeugsound und die gesungenen Harmonien hatten es mir angetan. Genau diese Musik wollte ich selber machen“, erzählt Cramer. 2006 gründete er mit 19 Jahren zusammen mit Freunden seine erste Band. Mit „Helga und den Granaten“ folgten erste private und öffentliche Auftritte in seinem Heimatort Augustfehn.

„Das erste Konzert haben wir damals in einer Scheune in Klauhörn gespielt“, erinnert sich der 32-Jährige, der selber als Gitarrist, Bassist, Sänger und Songwriter fungiert. Sechs Jahre später trennte sich die Gruppe und Cramer wurde aufmerksam auf den „Plattsoundscontest“, einem Musikwettbewerb für plattdeutsche Lieder aus allen Genres.

Punkmusik auf Platt

Cramer, der selber fließend Plattdeutsch spricht, verfasst daraufhin den Song „Punk up platt“, nahm diesen auf und reichte ihn beim Wettbewerb ein. Aus seiner Sicht völlig unerwartet durfte die Gruppe im Finale live auftreten und erreicht am Ende den zweiten Platz.

„Das war die Geburtsstunde von ,De Schkandalmokers’. Der plattdeutsche Punkrock hat es uns angetan und wir haben schnell die ersten Konzertanfragen erhalten“, berichtet Jens Cramer. Das ist einige Zeit her. Im November vergangenen Jahres brachten die „Schkandalmokers“ bereits ihr drittes Album heraus.

Mittlerweile spielt Cramer mit seiner Band Konzerte in ganz Norddeutschland und ist auch in der plattdeutschen Szene ein angesehener Künstler. Seit 2016 sitzt er zudem in der Jury des „Plattsoundscontest“ und engagiert sich im Kulturverein „Plattart“.

USA-Tour in Tennessee und Texas

Auch das musikalische Leben von Jens Cramer geht weit über die Band „De Schkandalmokers“ hinaus. 2017 tourte der Ammerländer als Bassist mit einer befreundeten Band eine Woche lang durch die USA und stand in Nashville (Tennessee) und Austin (Texas) gleich mehrfach auf der Bühne.

„In den USA zu spielen war eine super Erfahrung und ein unfassbares Erlebnis. Das Spielen vor einem völlig anderen Publikum bringt sehr schöne Momente mit sich“, sagt der Augustfehner, der in seiner musikalischen Laufbahn bereits auf allerlei zurückschauen kann. „Neben der USA und ,Plattsounds‘ bleiben immer ein paar tolle Auftritte länger im Gedächtnis. Besonders die Konzerte auf Spiekeroog sowie beim Oldenburger Kultursommer und in Stemwede haben uns geprägt“, berichtet Cramer und ergänzt: „Es ist klasse, wenn das Publikum deine eigenen Texte mitsingt. Das ist eine tolle Bestätigung für einen selbst.“

Erwartungen übertroffen

Trotz aller Erlebnisse ist und bleibt das Musikgeschäft für Jens Cramer, der auch in der Gruppe Alconauts mitspielt, die schon mehrfach beim Apen Air auftraten, ein Hobby: „Ich habe nicht den Anspruch, mein Leben rein durch die Musik zu finanzieren. Wir haben mit den „Schkandalmokers“ bereits mehr erreicht als jemals erwartet, doch wir sehen die Musik trotzdem als Freizeitbeschäftigung an. Die Zukunft lassen wir einfach auf uns zukommen, für Überraschungen sind wir immer offen.“

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