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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Auch Zuhörer haben den Blues

24.03.2015

Meyerhausen Mit einem Blues-Konzert der Extraklasse begeisterten Sonntagabend im „Hof von Bothmer“ gleich zwei hochkarätige Blues-Größen vor ausverkauftem Haus. Mit Eleanor Ellis und Dave Peabody erlebte das Publikum eine mitreißende Präsentation, die den Blues beeindruckend lebendig werden ließ.

Exzellente Spieltechnik

Den ersten Teil des Konzerts bestritt ein Meister der Bluesgitarre: Dave Peabody steht seit mehr als 40 Jahren auf der Bühne und trat mit vielen Größen auf. Er brachte den Blues aus London ans Nordufer des Zwischenahner Meeres. Er habe Peabody auf einem Solokonzert kennengelernt, informierte Veranstalter Thomas Schleiken aus Ganderkesee (Landkreis Oldenburg) die Zuhörer. Daraus habe sich die Produktion der neuen CD „Right Now Blues“ in Schleikens Tonstudio ergeben. Aus der zwei Tage alten CD stellte Peabody Songs vor wie den „Untiteld Blues“, ein klassischer Instrumental, der durch exzellente Spieltechnik auf der Gitarre bestach.

Nicht nur in den Fingern, auch in der Kehle hatte der Vollblutmusiker den Blues, der direkt ins Ohr ging und die Zuhörer fesselte. Als besonderer Hörgenuss wurden viele der Stücke klangschön ausgemalt von Violinistin Regina Mudrich. Dass das Zusammenspiel von Geige, Gesang und Gitarrenspiel bei den Zuhörern gut ankam, zeigte sich im Song „Muddy water“, der von der großen Mississippi-Flut erzählte. Und auch ein traditioneller Memphis-Blues, in dem die Violine den Part der Mundharmonika übernahm, begeisterte. „Echt Klasse, was heute zu hören ist“, war sich ein Paar aus Bad Zwischenahn einig.

Großartige Darbietung

Mit Eleanor Ellis aus Takoma Park (USA) folgte auf der Bühne eine Interpretin des traditionellen akustischen Blues. 1987 hatte sie Gospel-Sängerin Flora Molton auf deren Deutschland-Tournee begleitet – der Start der eigenen Laufbahn. Mittlerweile ist Ellis selber eine Blues-Legende, gefärbt vom Piemont-Stil. Sie spielte Fingerpicking-Blues in einer eher filigranen, lieblichen Spielweise.

Mit satter, unglaublich warmer und gefühlvoller Blues-Stimme sang sie unter anderem den traditionellen Mississippi-Song von John Hurt, der ihr viel Beifall einbrachte. Und als das Publikum in den Song „Cansas City“ spontan einfiel, hatten auch die Zuhörer scheinbar den Blues, angesteckt von der großartigen Darbietung.

Abschließend waren alle drei Musiker gemeinsam zu hören und bescherten dem Publikum einen fulminanten Ausklang des Konzerts. Frenetischer Applaus mit reichlichen Zugaben machten einmal mehr deutlich, dass sich Blues am Zwischenahner Meer erfolgreich etabliert hat.

Wiedersehen mit Evans

Musikfreunde können sich schon jetzt auf das zweite diesjährige Blueskonzert am 13. Juni im „Hof von Bothmer“ freuen. Mit David Evans ist dann ein Bluesmusiker zu Gast, der 2003 mit dem weltweit wichtigsten Musikpreis Grammy ausgezeichnet wurde und in Meyerhausen schon vor zwei Jahren mit großem Erfolg zu hören war.

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