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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Auf der Spur des geheimnisvollen Lichts in Brieselang

21.10.2014

Brieselang /barßel „Lieschens Wald“ , so der Titel des neuen Romans des Autors Günter F. Janßen aus Brieselang. 1952 in Roggenmoor, Gemeinde Apen geboren, verbrachte er dort einen Großteil seiner Jugend. Wurzeln hat er auch in Barßel und im ostfriesischen Rhauderwieke. Sein Vater Johannes Janßen wurde in Barßelermoor geboren, und auch sein Großvater und Urgroßvater kommen aus Barßel. Die Feiertage verbringt der gelernte Pädagoge häufiger bei seiner Cousine Rita Bretgeld in Neuland.

Nachdem sich Janßen in seinen bisherigen Büchern mit dem Ammerland, Ostfriesland und Barßel beschäftigte, gilt sein neuestes Werk „Lieschens Wald“ dem geheimnisvollen Licht im Wald seines derzeitigen Wohnortes Brieselang im Havelland. „Ich war selbst viel im Wald, um zu sehen, ob man das Phänomen wirklich erleben kann. Mir war klar, dass einige der Beobachter vom Schein vorbeifahrender Autos irritiert worden sind. Andere sind für Spukgeschichten besonders empfänglich oder wollen sich wichtig machen. Zudem sind gerade in ehemaligen Sumpfgegenden natürliche Lichtphänomene möglich. Diese können sich ergeben, indem bei speziellen Wetterlagen bestimmte Gase aufsteigen und sich entzünden,“ fasst Günter Janßen seine Erkenntnisse zusammen. Dieses Licht ist selbst in den USA und Großbritannien als „The Brieselang Forest Light“ bekannt und zieht nachts vor allem zahlreiche gruselsüchtige Berliner an.

Auf der Suche nach der Herkunft des geheimnisvollen Lichts stieß der Autor auf zwei Frauenschicksale, die in der Legendenbildung rund um das Licht eine wichtige Rolle spielen. Angeblich sollen die mysteriösen Lichter die Seelen ruheloser Verstorbener sein. Die Magd Anna Elisabeth Thönßen wurde 1767 im Havelland vermutlich unschuldig wegen Kindsmord hingerichtet, die erst zwölfjährige Elisabeth Wieja im Sommer 1945 von russischen Soldaten im Brieselanger Wald vergewaltigt und ermordet. Ein spannender Roman, in dem man neben der Gänsehaut auch viele Informationen über das Havelland bekommt.

Das Schreiben begann der 61-jährige Brieselanger 2008 wegen seiner Tochter Heidede. Da sie keine Großeltern mehr hat, der Kontakt zu ihrer Mutter samt Verwandtschaft abbrach und nur noch Janßen als alleinerziehender Vater und eine Tante übrig blieb, wollte er ihr möglichst viel erzählen und aus der Vergangenheit hinterlassen. „Roggenmoor“, sein erstes Buch, ist ein Roman über seine Kindheit im Landkreis Ammerland. Es erschien im Jahre 2010.

Geschrieben hat Janßen nicht immer. Er war Radiomacher und gründete 1986 „Down-Town“-Radio in Erlangen mit Erfolg. Das erste Privatradio Erlangens wurde zum Sender mit Kultstatus. Doch die Geburt seine Tochter änderte alles. Da ihm 2003 das alleinige Sorgerecht übertragen wurde, musste sich etwas ändern. Er entschloss sich, die Radiostation zu verkaufen und landete schließlich mit seiner Tochter in Brieselang.

Das neueste Buch ist im September herausgekommen und für 12,99 € Euro im Buchhandel erhältlich oder kann für 9,49 €Euro im Internet heruntergeladen werden.

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