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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Wo Kunst zum Erfolgsprojekt wird

21.02.2019

Augustfehn Versuch macht klug, sagten sich die Freunde Gert Sudbrack und Reinhard Penning aus Augustfehn. Und klüger und um wertvolle Erfahrungen reicher ist das Duo, das sich zur freien Künstlergruppe Art Anarcho zusammengeschlossen hat, und an einem ungewöhnlichen Ort ihre erste Kunstausstellung präsentiert: Noch bis Samstag, 23. Februar, sind in der ehemaligen Videothek, Mühlenstraße 32, in Augustfehn die verschiedensten Arbeiten zu sehen. Papierskulpturen von Gert Sudbrack gehören dazu, Collagen, Montagen und Aquarelle des verstorbenen Augustfehner Kunstlehrers Folkert Frerichs und experimentelle Fotografien, Zeichnungen und Fotos der Oldenburgerin Vanessa Reis.

Arbeiten sind noch bis Samstag zu sehen

Noch bis Samstag, 23. Februar, ist die Premierenausstellung der Gruppe Art Anarcho in der ehemaligen Videothek, Mühlenstraße 32, in Augustfehn zu sehen. Besucht werden kann die kostenlose Ausstellung diesen Donnerstag, diesen Freitag und diesen Samstag jeweils von 15 bis 18 Uhr. Mindestens einer der Kunstschaffenden steht als Ansprechpartner zur Verfügung.

„Wir wollen mit unseren Kunstausstellungen, die wir an nicht alltäglichen Orten wie z.B. in dem Leerstand alte Videothek veranstalten, Denk- und Sichtweisen aufbrechen und Menschen für Kunst interessieren, die sonst womöglich gar keinen Zugang dazu haben. Durch Gespräche, aber auch dadurch, dass uns die Gäste beim Arbeiten über die Schulter schauen können, wollen wir vermitteln, dass Kunst nichts Abgehobenes und Rätselhaftes ist, sondern etwas Bereicherndes“, sagt Gert Sudbrack, pensionierter Lehrer der Oberschule Augustfehn.

„Und diese Ziele haben wir mit unserer Premierenausstellung erreicht, wir sind beeindruckt von der großen Resonanz, es gab bislang keinen Tag, an dem wir keine Besucher hatten“, ergänzt Grafiker Reinhard Penning stolz. Schon zur Ausstellungseröffnung seien über 100 Menschen gekommen und viele hätten sich im Nachhinein – bei weniger Trubel – die Ausstellung nochmals angesehen. „Manchmal kamen wir gar nicht zum Arbeiten, weil wir so viele interessante Gespräche hatten. Dabei konnte es durchaus sein, dass man sich mit Gästen eine halbe Stunde über eine Arbeit austauschte. Es ist einfach spannend, zu erfahren, wie Menschen unsere Arbeiten bewerten, wie sie die Werke interpretieren“, berichtet Gert Sudbrack, der Mitbegründer der Buchmanufaktur an der Augustfehner Oberschule ist.

Toll sei es, dass man auch weitere Kunstschaffende kennengelernt habe, berichtet Reinhard Penning. Dazu gehöre zum Beispiel der niederländische Künstler Frans Epping, der spontan beschlossen habe, während der Ausstellungszeiten kalligraphische Arbeiten zu fertigen.

Auch wenn die Premierenausstellung noch bis zum Wochenende läuft, haben Gert Sudbrack und Reinhard Penning längst neue Pläne. „Wir planen bereits die nächste Ausstellung, die unter dem Thema Begegnungen stehen soll. Doch sie wird nicht hier in der alten Videothek stattfinden, sondern an einem anderen, ungewöhnlichen Ort“, sagt Gert Sudbrack. Das Kunstprojekt in der Videothek sei von Anfang an ein zeitlich befristetes gewesen, eine Galerie mit Atelier wolle man hier nicht einrichten. „Uns ging es darum, durch diese Ausstellung in einem Leerstand anzuregen, dass man alte Probleme mit neuen Rezepten lösen muss. Wir würden uns freuen, wenn wir auch andere motivieren könnten, selbst kreativ zu werden und Projekte z.B. für Leerstände zu entwickeln.“

„Was unsere eigenen Vorhaben betrifft, wollen wir frei und unabhängig und nicht an einen Ort gebunden sein“, so Reinhard Penning. Als nächstes werde man für das zweite Kunstprojekt zum Thema Begegnungen maximal fünf Kunstschaffende auswählen und anschließend dann einen neuen Ausstellungsort suchen. Wann die nächste Ausstellung laufe, stehe noch nicht fest.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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