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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Von den Spuren erster Menschen

19.10.2019

Bad Zwischenahn Etwa 3,7 Millionen Jahre seien sie alt – die ältesten bisher gefundenen Fußspuren eines menschlichen Vorfahren. „Seit dieser Zeit haben viele Menschen die Erde bevölkert und ihre Fußabdrücke auf ihr hinterlassen“, sagt Karl-Heinz Matten und meint damit nicht nur Abdrücke im Sand, sondern auch die Art und Weise, wie Menschen mit ihrem Heimatplaneten umgehen, ihn nutzen und pflegen oder auch zerstören.

Genau um dieses Thema sollen sich die 11. Zwischenahner Büchertage im kommenden Jahr drehen, die Antiquar Matten aus Augustfehn mit Kai Holtmann aus Varel, der ein Versandantiquariat betreibt, für zwei Tage organisiert. Die Veranstaltung soll am Samstag, 7. Februar, sowie am Sonntag, 8. Februar, in der Wandelhalle in Bad Zwischenahn stattfinden. Ausgestellt werden dabei Bücher von professionellen Antiquaren. „Wir sind kein Bücherflohmarkt. Wir richten uns in erster Linie an Spezialisten, die alte Bücher suchen, die nicht mehr aufgelegt werden“, erklärt Matten.

Die Organisatoren wollen den thematischen Blick jedoch nicht nur auf die Vergangenheit beschränken. „Interessant ist für uns auch der Blick in die Zukunft, denn wer auf seine Fußspuren zurückblickt, sollte immer auch sein Ziel vor Augen haben“, so Matten weiter.

Sein Ziel sei es, mit den Büchertagen dem Antiquariat eine Plattform zu geben, sich zu präsentieren. „Wir sprechen hier von einem aussterbenden Berufsstand“, sagt Matten. Denn das Internet sei in zwei Punkten ein starker Konkurrent geworden. „Zum einen werden alte Bücher immer häufiger online gehandelt. Man muss also nicht mehr den Weg zum Antiquar antreten, wenn man nach einem bestimmten Werk sucht.“ Zum anderen würden viele Menschen bei Recherchen immer weniger auf historische Quellen zurückgreifen. „Früher sind regelmäßig Schüler zu mir ins Antiquariat gekommen, um Bücher zu bestimmten Themen zu finden, in denen sie sich informiert haben“, erinnert sich Matten.

Heute sei das nicht mehr so. Das Internet sei jetzt das Rechercheinstrument Nummer eins. „Leider geht eine solche Online-Recherche oft nicht weit genug in die inhaltliche Tiefe“, findet der Antiquar.

Bei einer solchen Recherche könne man lediglich ein Quizshow-Wissen erwerben. „Das reicht aus, um zu einer Frage aus vier Antwortmöglichkeiten die richtige auszuwählen. Echte Zusammenhänge versteht man so aber nicht wirklich“, ist sich der 75-Jährige sicher. Das bekomme man nur, wenn man sich mit dem Wissen, das in Büchern abgedruckt sei, auseinandersetze.

Wolfgang Alexander Meyer Redakteur / Redaktion Oldenburg/Westerstede
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