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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Gitta Heanning und Band: Chronologie eines Musiklebens

07.10.2019

Bad Zwischenahn „Meine Freunde, meine Helden, Ihre Gitte!“: Mit diesem Programm touren Gitte Haenning und ihre Band seit Herbst 2017 durch die Republik. Am Samstagabend gaben sie ein viel umjubeltes Konzert in der völlig ausverkauften Wandelhalle in Bad Zwischenahn. Der im ersten Teil in einem Schulmädchen-Look auf einem Barhocker sitzenden Künstlerin gelang es von Anfang an, die Zuschauer in ihren Bann zu ziehen.

Der erste Titel, ein dänisches Kinderlied, a cappella gesungen, führte ein in eine Liedauswahl, die das Künstlerleben der Sängerin chronologisch nachzeichnete. Die in Aarhus geborene Dänin, die sich in den 60er und 70er Jahren als Schlagersängerin einen Namen gemacht hatte, weiß seit den 1980er Jahren auch mit anspruchsvollen Texten zu überzeugen und zu begeistern. Mit teils launigen, teils humorvollen Anmerkungen und Erklärungen führte Gitte Haenning durch ihr Repertoire. Seit dem 12. Lebensjahr steht sie auf der Bühne. In Dänemark war sie ein Kinderstar, der von Hollywood träumte, dann aber erst einmal Skandinavien und Deutschland eroberte.

„Ich heirate Papi“, vom Vater Otto Johansson arrangiert, war ihr erster Erfolg in deutscher Sprache. Beim Vortrag von „Jung sein ist nicht so leicht“ und „Keine Schule morgen“ konnte Haenning erstmals ihr volles Stimmvolumen ausreizen. Sie berichtete von der frühen Liebe zum Jazz und Blues.

Deshalb heißen ihre musikalischen Begleiter in Analogie zu Bob Dylan und der Kenny Clarke/Francy Boland Big Band schlicht „the Band“, die durch hohe Virtuosität an den Instrumenten überzeugen konnte. Mit dem Ohrwurm-Hit „Junger Tag“ (1973) endete der erste Teil.

Akustik und Klima

Regina Rinne, Fan aus der ersten Reihe, war zu diesem Zeitpunkt schon restlos begeistert: „Ich bin Gitte-Verehrerin seit der Schulzeit. Ich habe ihre Kleidung getragen. Den dänischen Akzent finde ich niedlich. Die Filme gemeinsam mit Peter Weck konnte ich nicht oft genug sehen. Die Frische und das Charisma der mittlerweile 73-Jährigen begeistern mich bis zum heutigen Tag.“

Im zweiten Teil, in Abendgarderobe vorgetragen, dominierten dann die Musical-Songs. Hörproben aus „The Fantasticks“, „Mary Poppins“ und „ Stop The World - I Want To Get Off“ brachten wiederholt die ganze Bandbreite der Stimme Haennings zur Geltung. In den teils überarbeiteten Arrangements dominierten zunehmend Jazz- und Blues-Elemente den stimmgewaltigen Vortrag. Gitte kam – natürlich – zum Schluss nicht von der Bühne, ohne in der Zugabe ihren größten Hit „Ich will ‘nen Cowboy als Mann“ gesungen zu haben.

Nach dem Konzert war Haenning hinter der Bühne begeistert von der Resonanz des Abends und vom Publikum im Kurort. Und von diesem Abend würden ihr der Gang vom Bahnhof durch den quirligen Flohmarkt und das plötzlich hinter der Wandelhalle auftauchende Meer in positiver Erinnerung bleiben, sagte sie. Allgemein wurde von einigen Gästen Kritik an der Akustik und den klimatischen Bedingungen in der Wandelhalle geäußert. Auch die Dreier-Bestuhlung auf den Seiten wurde moniert, führt sie doch zur unnötigen Trennung von Paaren. Schnelle Abhilfe könnte ein Modell mit zwei und vier Stühlen auf den Flanken bringen.

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