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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Alte Schätze und viele Bücher

11.02.2019

Bad Zwischenahn Auch in diesem Jahr erfreuten sich die mittlerweile 10. Zwischenahner Büchertage in der Wandelhalle großer Besucherresonanz. Die veranstaltenden Antiquare Karl-Heinz Matten aus Augustfehn und Kai-Uwe Holtmann aus Jade hatten dafür eine breite Palette antiquarischer Druckwerke bereitgestellt.

Angelehnt an „100 Jahre Bad“ in Zwischenahn verfolgten die Büchertage den Schwerpunkt „Die geschichtliche Entwicklung von Bad Zwischenahn und seiner Bauerschaften“. Anhand von wertvollem Kartenmaterial sowie Repliken aus dem Jahr 1270 bis heute wurden viele Bereiche, darunter Archäologie, Kirchen, Mühlen sowie Sitten und Gebräuche aufgezeigt. Ganz besonders in den Fokus der Besucher rückten dabei die Originalkarten des Ammerlandes aus dem 16. bis 19. Jahrhundert, die als Leihgabe der „Oldenburgischen Landschaft“ zur Verfügung gestellt wurden. Parallel dazu bildeten Faksimile der mittelalterlichen Buchdruckkunst, also originalgetreue Nachbildungen, einen weiteren Höhepunkt der Verkaufsmesse.

So stellte eine Vielzahl von Sammlern die Besucherschar, die in den Auslagen nach Schätzchen und Mosaiksteinen suchten, um ihre Sammlung zu vervollständigen. Einer von ihnen war Oswald Pelzer aus Verden, Stammgast auf den Büchertagen, der sich dem Thema Orts- und Landesgeschichte Niedersachsens verschrieben hat. „Ich genieße hier das reiche Angebot und bin schon fündig geworden. Die thematische Vorsortierung der Werke ist hilfreich, so muss ich nicht wie anderswo in alten Bananenkisten nach der Stecknadel im Heuhaufen suchen“, sagte er.

Gedankenversunken und mit großer Akribie durchsuchte Marie-Luise Weber, ehemalige Buchhändlerin aus Rastede, die Auslagen nach Werken der „Inselbücherei“: „Von aktuell etwa 1460 Bänden habe ich 1200 in meinem privaten Besitz, so ist es nicht ganz einfach, noch fehlende Exemplare zu finden“, erklärte sie ihre konzentrierte Suche.

Antiquar Holtmann wies mit einem Schmunzeln auf die „Bücher für Nichtleser“ hin, die er mitgebracht hatte. Darunter sind bebilderte Jahrbücher zu verstehen, die gerne zu Geburtstagen verschenkt werden.

Welche Wertschätzung den Büchertagen entgegengebracht wird, ist am Besuch von Björn Thümler, Minister für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen, abzulesen, der in seinem Grußwort den Umgang mit Büchern hervorhob, die mit allen Sinnen zu erfassen seien. Auch Kindern müsse immer wieder der Zugang zum Buch vermittelt werden. Obwohl auch die Landesbibliotheken sich dem Zeitgeist nicht entziehen könnten und nach und nach in digitalisierte, virtuelle Bibliotheken überführt würden. Kurdirektor Dr. Norbert Hemken dankte für die Einbindung der Veranstaltung in die Reihe „100 Jahre Bad“ in Zwischenahn. Er versprach, die Wandelhalle am zweiten Februarwochenende 2020 gerne für die 11. Büchertage zu blocken.

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