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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Unterhaltung: Weniger Rotwein für Wilsberg

19.03.2019

Bad Zwischenahn Ein Nachmittag mit Georg Wilsberg, Namensgeber der bekannten gleichnamigen Krimi-Serie des ZDF, alias Leonard Lansink in der Spielbank in Bad Zwischenahn ist mehr als nur eine Lesung. Zumal wenn die Moderatorin Sabine Schicke aus Oldenburg mit im Spiel ist. Ja, es war auch interessant aus dem Buch „Ein bisschen Mord muss sein“ von Jürgen Kehrer, dem Erfinder von Wilsberg, zu hören. Aber das Spiel zwischen Lansink und Schicke, die 33 Jahre in der NWZ-Stadtredaktion Oldenburg als Redakteurin arbeitete, hatte einen so hohen Unterhaltungswert, dass die Lesung fast zweitrangig wurde. „Ich fand das ganze so wunderbar unterhaltsam“, war eine Stimme beim Ausgang zu hören.

Für Schicke, wie immer sehr gut vorbereitet, war es ein Spiel auf Augenhöhe. Zwischendurch verwischten sich die Rollen zwischen Frage- und Antwortspiel. „Wahrscheinlich nenne ich meinen nächsten Hund Wilsberg, oder noch besser Overbeck, dann kann ich so schön rufen: Overbeck Platz“, meinte Lansink, nachdem Schicke dem Publikum die Rolle des von Roland Jankowsky gespielten, mäßig begabten Assistenten von Hauptkommissarin Anna Springer vorgestellt hatte.

Aber es ging nicht nur um die Krimi-Rolle: Warum er das Medizinstudium zum Neurologen abgebrochen hat“ wollte Schicke von Lansink wissen. Er wird ein bisschen verlegen, aber letztlich kommt raus: „Weil die Menschen mit diesen Leiden selten wieder völlig gesund werden.“

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Nach dem Schauspielstudium landete der Gelsenkirchener erst beim Theater. Einen grundlegenden Unterschied zwischen Wilsberg und Lansink gäbe es nicht. „Ich spiel immer mich selbst“, sagt er und ergänzt scherzend: „Weil ich ein fauler Sack bin“.

Den Führerschein hat er nie gemacht, deshalb müssen die Straßen immer abgesperrt werden, wenn seine Rolle das Autofahren verlangt. „Aber die müssen wegen der Dreharbeiten ja sowieso abgesperrt werden“, so Lansink. Er dürfe zwar mitreden, wenn es um das Drehbuch ginge, aber ihm höre ja nie jemand zu, gab er zum Besten. Niemand im Saal konnte dies so recht glauben.

Die Krimiserie Wilsberg sei eine Familiensendung. Das Blut fließe nur in geringen Mengen, weil es ja ein schöner Abend in den Stuben der Zuschauer werden soll, so Lansink. Und nicht nur zu viel Gewalt ist tabu: „Wir sollen nicht soviel Rotwein trinken und die Pizza nicht aus der Hand essen“, gab Lansink die Anweisung des Senders wieder.

Auch wenn es bereits einige Kuss-Szenen mit der Hauptkommissarin des Morddezernats Münster Anna Springer (Rita Russeck) gegeben hat und in der 58. Folge auf Norderney noch beide eine Woche „dranhängen“, sehen weder das Drehbuch noch die Gefühlswelt der beiden eine Hochzeit vor: „Anna wird mich nicht bekochen“. Schicke entlockte dem Darsteller auch „Intimes“ über die Filmkollegen. „Und wie sieht es mit Overbeck und Alex, Wilsbergs Filmpatentochter aus? Werden sie heiraten?“, fragte sie. „Alex ist so wie ich: Sie steht auf Geld und deshalb kommt Overbeck nicht in Frage“, so die klare Antwort.

Ach ja, „Ein bisschen Mord muss sein“ handelt von einem gescheiterten Schlagerstar, der durch Pokerspiel in eine zwielichtige Welt gerät und dem Russen Boris 100 000 Euro schuldet. Er bittet Wilsberg, die Rolle des Geldüberbringers zu spielen, aber Boris kommt vorher durch eine Bombe zu Tode. Während der Lesung herrschte Totenstille in der Spielbank – ungewöhnlich, wo sonst die einarmigen Banditen und die Roulette-Kugel permanent den Geräuschpegel liefern. Ein schöner Nachmittag in Bad Zwischenahn für die knapp 100 Besucherinnen und Besucher.

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