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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Kleines Finale vor großer Kulisse

20.08.2018

Bad Zwischenahn Voll wie selten war es am Sonntagnachmittag entlang der Bad Zwischenahner Ortsdurchfahrt, von der Eyhauser Allee in Höhe am Delf über Lange Straße und Peterstraße bis In der Horst war entlang der Route des Festumzugs zur 43. Bad Zwischenahner Woche in erster, zweiter und dritter Reihe kein Plätzchen mehr frei.

Den Tausenden am Straßenrand standen in diesem Jahr leider sehr wenige Umzugsteilnehmer gegenüber. Gerade mal 19 Beiträge hatte die Jury auf ihren Bewertungsbögen, dazu kamen Musikgruppen, der Wagen der Woche-Organisatoren und die Kutschen des Vereins für Heimatpflege. Im vergangenen Jahr waren es immerhin noch 25 Gruppen gewesen, die viel Zeit und Arbeit in die Vorbereitungen gesteckt hatten. Möglicherweise hatte der Regen-Umzug des vergangenen Jahres manchem auch den Spaß an der Vorbereitung genommen.

Darum mussten sich die Woche-Organisatoren in diesem Jahr wenigstens keine Sorgen machen, der Umzug startete bei bestem Wetter. Zuvor hatte Woche-Chef Reinhard Flohr noch angekündigt, er wolle alles daran setzen, dass in diesem Jahr weniger große Lücken den Umzug auseinander reißen. Die gab es aber doch wieder, unter anderem, weil immer wieder Zuschauer den ohnehin knapp bemessenen Platz weiter reduzierten und neben den Wagen oder in den Lücken zwischen den einzelnen Gruppen liefen.

Auch wenn die Anzahl der Gruppen gering war: Viele von denen, die teilgenommen haben, hatten Erstaunliches auf die Beine gestellt – entweder durch die große Zahl der Gruppenmitglieder wie die Tänzerinnen von JZ United oder durch die fantasievolle Gestaltung der Beiträge. Besonders viel Arbeit hatte der „Plattdütsche Stammtisch“ in seinen Wagen und die Kostüme mit dem Motto Ägypten gesteckt.

kommentar

Nicht meckern, mitmachen!

Von Christian Quapp

Wer sich über die Bad Zwischenahner Woche 2018 nur über die einschlägigen Gruppen bei Facebook informiert hat, musste den Eindruck gewinnen: Das war nix. Kein Festzelt, in den Straßen nix los und der Umzug war gar eine „Blamage“. Zum Glück gab es im Netz auch immer Menschen, die das ganze wieder ins rechte Licht rücken.

Ja, der Umzug war klein. Aber viele Teilnehmer haben sich unglaubliche Mühe mit ihrem Beitrag gegeben. Für die ist das Wort „Blamage“ eine ganz und gar unverdiente Ohrfeige.

Ja, das Festzelt wurde ziemlich überraschend nicht aufgebaut. Aber hat es wirklich gefehlt? Ich habe viele Menschen getroffen, die es toll fanden, unter freiem Himmel bei einem leichten Luftzug zu feiern und zu tanzen. Und das vergangene Jahr hat gezeigt: Wenn es in Strömen regnet, hilft auch ein Festzelt nicht.

Ja, für die Ortsdurchfahrt und für die Bahnhofstraße am Wochenende fehlen in der Tat zündende Ideen. Aber hier gilt, ebenso wie für den Umzug: Wenn jeder, der jetzt meckert, im nächsten Jahr selbst anpacken würde, gäbe es zum Meckern keinen Grund mehr.

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Bei der Preisverleihung für die besten Umzugsbeiträge kam dieser dann auch vor JZ United und dem Beitrag „Astrid Lindgren“ auf den ersten Platz. Die Plätze vier und fünf holten sich die Gruppen „Möwi on Tour“ und Quidditch.

Bei den Kindergruppen fiel der Jury die Wahl leicht: Es gab nur die des DRK.

Schon der Gottesdienst am Sonntagmorgen im Ufergarten hatte viele Zwischenahner auf die „Woche“ gelockt. „Ich glaube nicht, dass es in der Kirche schon mal so voll war wie zu diesem Gottesdienst im Ufergarten“, sagte Reinhard Flohr am Nachmittag.

Auch der Samstag hatte einige Besonderheiten zu bieten: Der Shanty Chor Bad Zwischenahn begrüßte zu seinem Konzert einen ganz besonderen Gast. Meta Gessner, mit 105 Jahren die älteste Bewohnerin Bad Zwischenahns ist glühender Fan der Sänger und wollte sich das Konzert nicht entgehen lassen. Kurios ging das Fallschirmspringer-Roulette der Spielbank Bad Zwischenahn auf der Wiese hinter dem Ufergarten aus: Nicht ein einziger Springer landete auf dem Roulette-Feld, dem Vernehmen nach passierte das zum ersten Mal in der Geschichte der Zwischenahner Woche.

Insgesamt sei er sehr zufrieden damit, wie die „Woche“ gelaufen sei, sagte Reinhard Flohr. Es habe wirklich für jeden ein Angebot gegeben, von den kleinsten Kindern bis zu den Senioren. Dass es auch Kritik an der „Woche“ gab, vor allem über verschiedene Facebook-Gruppen geäußert, ist den Organisatoren nicht entgangen. Und zumindest einen Kritikpunkt lässt Reinhard Flohr gelten. „Die Straßen am Wochenende bleiben problematisch“, gibt er zu. Es fehle allerdings nicht am Engagement aus dem Kreis der Organisatoren, sagt der Woche-Chef. Am Abend endete die „Woche“ mit der Auslosung der Tombola-Hauptgewinne und dem großen Feuerwerk.

Christian Quapp
Redakteur
Redaktion Bad Zwischenahn
Tel:
04403 9988 2630

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