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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Beinahe wie ein zweites Zuhause

28.02.2015

Friedrichsfehn Ganz unspektakulär fing es an. „Ich habe ein Schild an den Weg gestellt“, erzählt Jasmin Oltmanns. Sie greift zu einer Papptafel. „Jugendzentrum“ steht darauf in etwas schiefen Buchstaben geschrieben – und der Zusatz „heute 15 bis 19 Uhr, kommt vorbei“. „Wenig später standen eine Mutter und ihre Tochter vor mir. So ging es los“, sagt die junge Frau. Das war im November.

Inzwischen sind an jedem Nachmittag, an dem der Jugendtreff an der Grundschule Friedrichsfehn geöffnet ist, bis zu 25 Mädchen und Jungen dort. Jasmin Oltmanns kümmert sich um sie.

Seit Oktober ist die 27-Jährige als Jugendpflegerin bei der Gemeinde angestellt. Am Montag wird sie im Kinder-, Jugend- und Sozialausschuss (s. Info-Kasten) über ihre Aufgaben berichten. „Zu meiner Arbeit gehört auch, dass ich zweimal pro Woche an der Astrid-Lindgren-Schule bin. Dort unterstütze ich die Lehrer in der Video-AG und die Schülerfirma.“

Sitzung des Kinder-, Jugend- und Sozialausschusses

Der Ausschuss tagt am Montag, 2. März, ab 18 Uhr im Mehrzwecksaal des Edewechter Rathauses. Die Sitzung ist öffentlich.

Flüchtlinge: Über ihre Unterbringung und Betreuung soll gesprochen werden.

Kinder: Es geht um Kita-Gebühren und die Einrichtung einer integrativen Krippengruppe in Edewecht. Außerdem wird das erweiterte „Lüttje-Hus“-Angebot vorgestellt. Kinder-Tagespflege ist ein weiterer Punkt.

Jugend: Die neue Jugendpflegerin Jasmin Oltmanns stellt sich dem Gremium vor und berichtet über ihre Arbeit. Ferner wird ein Vertreter der Polizei erwartet, der über Probleme von Jugendlichen in der Gemeinde und Präventionsprojekte sprechen soll.

Senioren: Um den Bedarf an speziellen Angeboten zu ermitteln, wurde ein Fragebogen entwickelt. Der Ausschuss muss nun grünes Licht für die Verteilung an die über 55-Jährigen in der Gemeinde geben.

Jasmin Oltmanns hat an der Universität Vechta Soziale Arbeit studiert. Ihr Berufsanerkennungsjahr absolvierte sie an der Karl-Jaspers-Klinik in Wehnen. „Da habe ich mit psychisch kranken Straftätern gearbeitet“, erzählt die gebürtige Wesermärschlerin. Und dann entdeckte sie die Stellenanzeige aus Edewecht. „Doch die Bewerbungsfrist war da schon abgelaufen.“ Als die Stelle wenige Monate später erneut ausgeschrieben war, ergriff die 27-Jährige ihre Chance.

Aus dem Nachbarzimmer ist das laute Lachen von Mädchen zu hören. Mehrere Jungenstimmen mischen sich dazu. Das Geklacker von Billardkugeln, die heftig aneinanderstoßen, bildet die „Begleitmusik“. Irgendjemand rennt über den Flur. Jasmin Oltmanns lächelt. „Diese Geräuschkulisse ist noch gar nichts. Oft wird hier laut Musik gehört. Bei uns dürfen die Kids das.“

Neun bis 17 Jahre alt sind die meisten der Mädchen und Jungen, die ihre Nachmittage im Friedrichsfehner Jugendzentrum verbringen. Die Jugendpflegerin bastelt und spielt beispielsweise mit ihnen. „Die Mädchen backen gerne. Unsere Pfannkuchen sind der Hit.“ Jasmin Oltmanns berichtet, dass dann alle am Tisch sitzen, sich unterhalten und zusammen essen. „Ich lege Wert auf eine familiäre Atmosphäre.“ Neulich, sagt sie, habe ihr ein Junge seine Mathe-Arbeit gezeigt. „Zu Hause war niemand, dem er sie hätte zeigen können.“

Das Beschäftigungsangebot orientiere sich an den Interessen und Bedürfnissen der Jugendtreff-Besucher. „Ich habe festgestellt, dass die Jüngeren Anregungen durch mich brauchen.“ Gerade bereitet sie österliche Basteleien vor. „Die Laubsägearbeiten mache ich. Die sind wirklich anstrengend und dauern lange. Die Kinder können die Elemente dann zusammenfügen und gestalten.“

Sie sei sehr gerne kreativ, auch in ihrer Freizeit, sagt Jasmin Oltmanns. Und sie treibt regelmäßig Sport. „Morgens vor der Arbeit gehe ich ins Fitnessstudio.“Der Jugendtreff ist montags und mittwochs von 17 bis 19 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 16 bis 19 Uhr geöffnet. Freitags von 16 bis 18 Uhr trifft sich eine reine Mädchengruppe. Außerdem können sich Interessierte montags ab 15.45 Uhr und mittwochs ab 15 Uhr künstlerisch und handwerklich betätigen.

Kerstin Buttkus Redakteurin / Redaktion Westerstede
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