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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

„Berliner Luft“ bringt Saal zum Kochen

11.01.2016

Rastede Beim Neujahrskonzert des Kunst- und Kulturkreises Rastede mit dem Salonorchester Rêverie musicale in der Neuen Aula hörte und sah man am Wochenende, wie grandiose Musikalität mit gescheitem Witz und gekonnter Schauspielerei gepaart werden kann. Auf dem Programm standen Gesänge aus klassischen Operetten, bekannte Walzerklänge und Tango aus Dänemark. Italienische und russische „Weisen“ erhielten tosenden Applaus.

Mit dem „Ungarischen Tanz Nr. 5“ von Johannes Brahms begann das Orchester. Die 1. Violinistin Christine Rudolf legte sich nicht nur à la David Garrett „körperlich ins Zeug“, sondern begeisterte das Publikum mit ihrer virtuosen Feinfühligkeit.

Sehr angenehm, unterhaltsam und manchmal leicht ironisch waren die einführenden Worte vor jedem Stück durch Marion Matthes. Sie trat in einem „puffigen“ Organzarock auf und spielte das Violoncello. „Wenn Sie noch nicht genug leiden, aber genügend Leidenschaft besitzen – dann hören Sie jetzt ‚Dein ist mein ganzes Herz‘.“ Daraufhin gab Matthias Belt seine Klarinette aus der Hand und rezitierte einen Ausschnitt aus dem Text: „Wohin ich immer gehe, ich fühle deine Nähe. Ich möchte deinen Atem trinken und betend dir zu Füßen sinken.“ Dann nahm er eine lange rote Rose in die Hand, überreichte sie an Ilona Jacob im Publikum und nötigte ihr ein Küsschen auf seinen Dreitagebart ab. „Das war nicht abgesprochen“, beteuerte die Gattin des 2. Vorsitzenden des Kunst- und Kulturkreises, Hartmut Jacob.

Bemerkenswert war das hervorragende musikalische Zusammenspiel der fünf Her-ren und vier Damen trotz des „Spektakels“ zwischendurch. Das bestätigten auch Inge und Klaus Starken: „Das Zusammenspiel der Akteure war glänzend. Das brachte eine gute Stimmung auf die Bühne“, meinten die Wiefelsteder.

Das Publikum hörte bei den musikalischen Vorträgen konzentriert zu und abgesehen von ein paar „Schunkelbewegungen“ bei der „Schönen blauen Donau“ blieb der Saal ruhig, quittierte aber jeden Vortrag mit brausendem Beifall und „Bravo“-Rufen.

Birgit und Werner Fruhner aus Bad Zwischenahn summten sogar die Melodien leise mit. „Wir sind zum ersten Mal dabei, weil die Karten immer sehr schnell vergriffen waren und sind begeistert“, sagten die Künstler. Petra und Frank Gaede fanden die Variationen des Stücks „Kommt ein Vogel geflogen“ wunderbar. Das Salonorchester spielte dieses bekannte Lied von Siegfried Ochs etwa als Walzer und als krönenden Abschluss sogar als Militärmarsch.

Bei der „Berliner Luft“ zeigte das Publikum, das zum großen Teil aus „Nicht-Rastedern“ bestand, dann endgültig, dass die Musik verstanden wurde. Lautstark wurde geklatscht, getrampelt und mitgesungen. Mehrere Zugaben wurden „gefordert“ und gern gegeben. Zwei Termine mit jeweils vollem Haus waren notwendig, um dem Zuspruch für dieses Orchester entgegenzukommen.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/ammerland 
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