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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Samba de Friedrichsfehn

22.03.2016

Friedrichsfehn Wenn Jelde Steffens und Linus Reil das Lied „Morenita do Brazil“ auf ihren Gitarren spielen, fällt es einem Zuhörer leicht, sich vorzustellen, er befinde sich auf einer Liege im weißen Sand an der brasilianischen Küste. Flink bewegen sich die Finger der Jungen über die Saiten der Gitarren, von denen der rhythmische Samba erklingt.

Mit ihrem Spiel konnten die beiden auch die Jury des Musikwettbewerbes „Jugend musiziert“ des Deutschen Musikrates überzeugen. Beim Landeswettbewerb in der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover qualifizierten sie sich deshalb mit 23 von 25 möglichen Punkten für den Bundesentscheid in Kassel, der über Pfingsten stattfinden wird.

Mit der erreichten Punktzahl erzielten der zwölfjährige Jelde und elfjährige Linus einen ersten Preis, den alle Teilnehmer erhalten, wenn die Jury ihnen mindestens 23 Punkte zuspricht. „Das kann man sich wie in der Schule vorstellen, jeder kann eine Eins bekommen“, erklärt Linus die Bewertung.

Überzeugen konnte das Gitarrenduo schon im Vorfeld beim Regionalentscheid in Oldenburg. Auch hier bekamen die Jungen 23 Punkte.

Die Juroren beim Landeswettbewerb lobten das „musikalische Spiel“ nach dem Auftritt des Duos. „Die Jungs haben rübergebracht, was die Musik vermitteln soll“, erklärt Silke Steffens, die Mutter von Jelde.

Das sei ihnen aber auch bei den anderen vorgetragenen Stücken gelungen. Neben dem Samba spielten Jelde und Linus auch die klassischen Stücke „La Rossiognol“ (zu deutsch: Die Nachtigall), das ruhiger vorgetragen wird und Rondo op. 34 Nr. 2 von Ferdinando Carulli, ein schnell und leicht gespieltes Stück.

Nervös waren die beiden Jungen bei ihrem Vorspiel nicht – aber davor: „Ich war ganz schön angespannt. Meine Hände waren ganz schwitzig“, berichtet Jelde. Normaleweise seien die eher kalt. Eingeschränkt habe ihn das aber nicht, denn kalte Hände würden das filigrane Spiel erschweren.

Vom 12. bis zum 18. Mai treffen sich die Qualifikanten von den Landesentscheiden zum Bundesentscheid in Kassel. Wann Jelde und Linus vorspielen müssen, wissen sie noch nicht.

Die jungen Gitarristen nehmen die Herausforderung sportlich: „Dabei sein ist für uns alles“, sagt Linus. Die Musik stelle für die beiden in erster Linie ein Hobby und keine Profession dar. Deshalb beginnen sie mit den ernsthaften Vorbereitungen für den Bundesentscheid auch erst nach den Osterferien.

Geprobt wird dann mit Raphael Grothe. Der Gitarrenlehrer hat das Duo auch zusammengebracht. „Wir treffen uns zwei Mal in der Woche. Zu Hause spiele ich die Lieder außerdem jeden Tag“, erklärt Jelde die Vorbereitung für den Wettbewerb.

Professionellen Unterricht haben die beiden darüber hinaus von William Kanengiser erhalten. Der Musiker ist Mitglied des „Los Angeles Guitar Quartet“ aus den USA. Im Rahmen einer Tournee gab er den beiden eine Unterrichtsstunde. Für Jelde und Linus gehört Kanengiser zu den besten Gitarristen weltweit. So gut wie der Profi seien sie aber noch lange nicht, lächeln sie.

Wolfgang Alexander Meyer Redakteur / Redaktion Oldenburg/Westerstede
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