• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Büchertage auch für Lesemuffel

10.02.2014

Bad Zwischenahn Am Sonntag um 17 Uhr schlossen die 5. Zwischenahner Büchertage ihre Tore. Freunde des Schmökerns und Leseratten kamen voll auf ihre Kosten – und selbst Lesemuffel fanden glanzvolle Bildbände, kunstvoll bedruckte Karten und historische Utensilien rund um das Thema „Buch und Drucken“. Alte Schulbänke, reich kolorierte Schulkarten und Druckplatten waren zu bestaunen. Und auch die Aussteller durften zufrieden sein: Sonntag gab es teilweise kein Durchkommen mehr in der Wandelhalle.

Aussteller von weit her

Hermine und Karl-Heinz Matten konnten neun Aussteller aus ganz Deutschland (unter anderem Berlin und Köln) gewinnen, ihre Exponate im Wintergarten und dem Lesesaal der Wandelhalle zur Schau zu stellen. Peter Adams aus Heinsberg stellte wohl eines der ältesten Bücher aus: „Praestan“, ein kirchlicher Text in lateinischer Sprache verfasst, wurde 1569 gedruckt.

„In diesem Jahr haben wir die Ausstellung unter das Thema ,Heimat‘ gestellt“, sagte der Organisator aus Augustfehn. Um ein Schreiben in die Heimat ging es auch in dem Feldpostbrief des Soldaten Sandstede vom 3. Februar 1943. Matten hatte ihn im Buch „Schwesternbriefe von allen Fronten“, vom Deutschen Roten Kreuz herausgegeben, gefunden. Der Soldat berichtete in diesem Brief aus dem Lazarett an der Ostsee seiner Mutter Anna Sandstede, damals wohnhaft in Bad Zwischenahn, über seinen Gesundheitszustand. Er wollte nicht klagen, weil er der einzig Überlebende der Zwischenahner sei, die 1939 eingezogen wurden. Allerdings hat Matten die Adresse Benno- oder Bruno-Bade-Straße, in der Anna Sandstede damals wohnte, bisher nicht ausfindig machen können. Er versucht jetzt, Verwandte aufzuspüren, denen er den Brief gern übergeben möchte.

„Wir sind Büchermenschen“, sagte Sigrid Büttner-Hentschel. „Und leider finden wir auch immer wieder etwas, das uns gefällt“, ergänzte sie schmunzelnd. Denn langsam quille ihre Wohnung in Schönebeck (Elbe) über. Sie haben aber seit elf Jahren auch eine Wohnung in Bad Zwischenahn, und da sei noch Platz. Als Liebhaberin der Natur hat sich Siegrid Büttner-Hentschel für „Der kleine Naturfrosch“ und Musikliebhaber Hans Lutz Büttner für „Brief eines Thomaner Kantors“ von Karl Straube entschieden.

Zufriedene Aussteller

Heike Holtmann aus Jade war sehr zufrieden mit dem Ergebnis ihres Bücherverkaufs. Sie hatte bis gestern Nachmittag zahlreiche Bücher aus dem Ammerland, der Wesermarsch, Ostfriesland und dem „Herzogtum Oldenburg“ verkauft. Heike Holtmann bietet ihre Bücher auch auf anderen Ausstellungen in Dangast oder im Heinrich-Kunst-Haus in Metjendorf an. Eine Dame aus Oldenburg hatte bei ihr die von Alice Schwarzer „nicht autorisierte“ Biografie von Bascha Mika, der ehemaligen Chefredakteurin der „taz“, entdeckt. „Es ist super gelaufen, aber wir verkaufen auch sehr viel übers Internet“, sagte die Buchhändlerin.

Elisabeth und Klaas-Heinrich Peters aus Oldenburg schauten sich eine alte Ausgabe über die Stadt Leer mit ehemaligen „Stadtoberhäuptern“ an. Mühelos erkannte Elisabeth Peters noch den „alten“ Juristen und Stadtdirektor Hermann Bakker, der von 1948 bis 1969 im Leer im Amt war.

Fast an jedem Stand waren im weitesten Sinne „Heimatbücher“ zu finden. Nicht nur „Plattdeutsches“ und Chroniken aus der Umgebung. „Unter Bayern und Schwaben“ war ebenso zu finden wie die „Sächsische Volkskunde“. Ein reichhaltiger Fundus an Heimatliteratur war zu sehen, aber auch die gesamte Weltliteratur fehlte nicht. Freunde der Belletristik fanden ebenso eine reiche Auswahl.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.