• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Kaffeebecher mit persönlicher Note

07.02.2014

Rastede Schwarz? Oder doch lieber mit Milch und Zucker? Beim Kaffee hat so jeder seine Vorlieben. Viele schätzen die Wirkung des Koffeins am Morgen, um richtig wach zu werden. Entdeckt hat das Koffein der Chemiker Friedlieb Ferdinand Runge. 1820 gelang es ihm, aus Kaffeebohnen, die er von Goethe erhalten hatte, Koffein zu isolieren. An diesem Sonnabend wäre Runge 220 Jahre alt geworden. Zum Geburtstag des Koffein-Entdeckers stellen fünf Rasteder ihre Lieblingskaffeebecher vor und erzählen deren Geschichte.

*  Joachim Poelmeyer entdeckte seinen Lieblingskaffeebecher vor zwei Jahren in New York. Sofort stand für ihn fest: „Den muss ich haben.“ Der Polizist aus Rastede und Vorsitzende des Spielmanns- und Fanfarenzuges Hahn-Nethen war zu seinem 50. Geburtstag in die USA gereist. „Vor dem Empire State Building habe ich zwei Streifenpolizisten angesprochen und wollte ihnen unsere deutschen Ärmelabzeichen schenken“, erinnert sich Poelmeyer. Die Freude der beiden sei so groß gewesen, dass sie ihm empfahlen, unbedingt das Polizeimuseum in New York zu besuchen. Dort entdeckte er den Becher mit der Aufschrift „New York Police Department“, den er im Büro nicht mehr aus der Hand gibt. Den ersten Kaffee trinkt Poelmeyer gleich nach dem Aufstehen. „Sonst ist der Tag nichts wert. Ich muss erstmal einen Kaffee haben.“ Schwarz, mit etwas Zucker: So trinkt er ihn am liebsten. Sechs bis acht Becher kämen täglich etwa zusammen, schätzt Poelmeyer.

Zahlen und Fakten zum Kaffeegenuss in Deutschland

Im Schnitt trinkt jeder Deutsche pro Jahr knapp 149 Liter Kaffee. Pro Tag trinkt jeder Deutsche im Durchschnitt einen halben Liter Kaffee.

Im Ländervergleich liegt Deutschland dennoch erst an siebter Stelle beim Pro-Kopf-Verbrauch (in Kilogramm Rohkaffee). Am meisten Kaffee wird in Europa nämlich in Finnland, Österreich und Norwegen getrunken.

Am liebsten wird Kaffee aus einem Becher (Keramik oder Porzellan) getrunken. Ebenfalls beliebt sind einer Umfrage zufolge Porzellantassen mit Untertassen, wobei Alltags- vor Festtagsgeschirr rangiert.

*  Etwas weniger Becher sind es bei Rüdiger Kramer. Der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Rasteder Gemeinderat und stellvertretende Landrat trinkt drei bis vier Becher täglich, erzählt er. Sein Lieblingsbecher wirkt auf den ersten Blick unscheinbar. Er ist schlicht schwarz, passend zum Aufdruck „Lüneburg bei Nacht“. „Wenn ich dann Kaffee rein schütte, geht die Sonne auf“, sagt Kramer und demonstriert auch gleich, was passiert. Das Schwarz verschwindet von unten nach oben und gibt den Blick frei auf das Lüneburger Rathaus. „Als Leiter der Jobbörsen in Oldenburg und Lüneburg war ich auch oft in Lüneburg“, erzählt Kramer. Von seinen Kollegen habe er dort den Becher geschenkt bekommen. Mit Milch und reichlich Zucker trinke er seinen Kaffee am liebsten. Und das gleich am Morgen. „Nach dem Aufstehen gehört Kaffee dazu“, sagt Kramer, gesteht aber: „Zwischendurch trinke ich auch mal Tee.“

*  Aus einem echten Einzelstück trinkt Rastedes Pressesprecher Ralf Kobbe seinen Kaffee im Büro im Rathaus. Auf den weißen Becher ist ein Foto der Klostermühle im Winter gedruckt. Der Becher war einst als Muster für die Residenzort Rastede GmbH hergestellt worden, ging aber nie in Serie. „Das Wintermotiv war nicht das klassische Motiv, das wir vermarkten wollten“, berichtet Kobbe. Vor etwa vier Jahren habe ihm der damalige Geschäftsführer der Residenzort Rastede GmbH, Olaf Raffel, den Becher in die Hand gedrückt. „Seitdem halte ich ihn in Ehren“, sagt Kobbe, für den die Tasse auch seine Verbundenheit mit der Gemeinde zum Ausdruck bringt. Mit Milch, aber ohne Zucker trinke er seinen Kaffee am liebsten. Den ersten gibt’s gegen 6.30 Uhr beim Frühstück. Ein Liter könne über den Tag verteilt schon mal zusammenkommen.

*  Fünf bis sechs Tassen am Tag sind es bei Burghard Kaper. Der Friedhofsmitarbeiter trinkt seinen Kaffee seit gut acht Jahren immer aus dem gleichen Becher. „Den habe ich von meinen Kollegen geschenkt bekommen, weil mein alter Becher kaputt gegangen war“, erzählt er. Aus dem orangenen Becher trinkt er seinen Kaffee am liebsten mit Milch und viel Zucker. Nach dem Aufstehen braucht Kaper noch keinen Kaffee. Erst bevor er mit der Arbeit beginnt, trinkt er eine Tasse. Zu einem gelungenen Tag gehört auch der Kaffee nach Feierabend. „Wenn ich nach Hause komme, trinke ich mit meiner Frau im Esszimmer ganz in Ruhe Kaffee.“

*  „Moin Moin“ steht auf der Tasse, die Robert Lohkamp, der Geschäftsführer der Residenzort Rastede GmbH, im Büro benutzt. „Der Becher war ein Geschenk meiner Freunde aus Münster“, erzählt er. Sie hätten ihm so den liebenswerten Hinweis gegeben, dass er jetzt in Rastede lebt und die Menschen dort schließlich richtig begrüßen müsse. Kaffee trinke er schon, seit er ein Kind war. „Muckefuck, Caro-Kaffee und dann gab’s richtigen Kaffee“, erinnert er sich. Heute gehört für ihn der Kaffee am Morgen dazu – ganz gemütlich im Wohnzimmer. Schwarz mag er seinen Kaffee am liebsten, vier bis sechs Tassen trinke er pro Tag. Zwischendurch darf’s aber auch mal Tee sein. „Das habe ich hier in Rastede wiederentdeckt.“

Frank Jacob
Rastede/Wiefelstede
Redaktion Rastede
Tel:
04402 9988 2620

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.