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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Mein lieber Herr Gesangverein

22.01.2019

Edewecht 1869 war es, in jenem Jahr, als der Künstler Henry Matisse geboren wurde, Dmitri Iwanowitsch Mendelejew das Periodensystem der Elemente veröffentlichte, der Chemiker Hippolyte Mége-Mouriès die Margarine erfand und der Suezkanal in Ägypten eröffnet wurde, da geschah in Edewecht etwas, was 150 Jahre später noch für Schlagzeilen sorgte sollte: Ein kleiner Kreis sangesfreudiger Männer war im ehemaligen Oltmannschen Dorfkrug zusammengekommen, um einen Männergesangverein zu gründen.

Vor allem zur Winterzeit hatten sich damals viele Bauern regelmäßig beim Gastwirt Oltmanns im Gasthof am Markt getroffen, um die neuesten Nachrichten auszutauschen und zu vorgerückter Stunde Lieder anzustimmen. Einer von ihnen war Johann-Anton Bohn, der anregte, dass man einer Gesangverein gründen sollte, weil unter den Bauern doch viele gute Sänger waren. „Sängerrunde“ wurde der Verein folgerichtig genannt. Dass der Chor 150 Jahre bestehen würde, ahnten die Edewechter Gründungsväter Johann-Anton Bohn, Walter Becker, Wilhelm Feldhus, Carl-Wilhelm Finke, Friedrich zu Jührden, Gerhard Oltmanns, Heinrich Oellien, Dietrich Renken sowie die Schepser Georg Oltmer und Carl Gehrels damals wohl nicht.

Unterbrechungen in den Kriegsjahren

Unter seinem ersten Liedervater Johann-Anton Bohn, der gleichzeitig Dirigent, Schriftführer und Kassenwart war, entwickelte sich der Verein, so heißt es in den Annalen, trotz Unterbrechung seiner Tätigkeit im Krieg 1870/1871 sehr gut und konnte etwa 25 aktive Mitglieder verzeichnen. Diese Zahl stieg über die Jahrhundertwende bis zum Ersten Weltkrieg, dann musste die Vereinsarbeit eingestallt werden. Bis dahin habe sich die Zahl der aktiven Sänger ziemlich konstant gehalten.

1946 – nach siebenjähriger Unterbrechung wegen des Zweiten Weltkriegs, begann mit 13 Sängern erneut die Chorarbeit. In den 1980er Jahren hatte die Sängerrunde, die fester Bestandteil des dörflichen Lebens war und bei vielen Anlässen auftrat, bis zu 50 aktive Sänger in ihren Reihen. Geblieben ist über die Jahrzehnte der Grundsatz, dass man sich vor allem dem deutschen Liedgut widme, aber auch Lieder aus Operetten einstudiere.

„Wir freuen uns, dass wir in Zeiten, in denen sich viele Chöre auflösen, heute noch 20 aktive Sänger sind, zwei neue haben wir im vergangenen Jahr dazubekommen und weitere sind gerngesehen“, sagt der Schriftführer der Sängerrunde, Egon Renken. Zusammen mit Kassenführer Erich Reimers gehört er zu den Organisatoren, die das Jubiläum planen.

Große Feier am 11. Mai

Am Samstag, 11. Mai, soll mit vielen Gästen das 150-jährige Jubiläum gefeiert werden. Die Feierstunde – eröffnen wird sie vom neuen Liedervater und Vorsitzenden Manfred Jacobs – findet ab 15 Uhr im Gasthof am Markt statt. Als Ehrengäste werden unter anderem Landrat Jörg Bensberg, Edewechts Bürgermeisterin Petra Lausch und Hille Lahring, Vorsitzende des Edewechter Sängerbundes, erwartet. Einige Lieder würden die Gastgeber unter Leitung der Dirigentin Magdalena Schäfer-Lütje zum Besten geben. Geplant sei neben den Ansprachen auch eine Kaffeetafel. „Nicht nur alle Mitglieder, sondern alle Interessierten sind eingeladen“, so Erich Reimers. Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldungen unter 0 44 05/24 02 44 (Renken) oder unter Telefon   0 44 05/54 06 (Horst Hollje) gebeten.

Doch nicht nur das Jubiläumsfest wird geplant. „Wir richten dieses Jahr am 26. Mai auch das Gemeindesängerfest mit den Chören aus der Gemeinde und unseren befreundeten Chören aus“, ergänzt Egon Renken..

Die Proben der Sängerrunde finden jeweils dienstags ab 20 Uhr im Edewechter Gasthof am Markt statt. Interessierte können spontan vorbeikommen oder unter Telefon   0 44 05/24 02 44 oder Telefon   54 06 weitere Infos erhalten.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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