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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Musik als Brücke zwischen den Kulturen

08.05.2018

Edewecht Ein Chorkonzert zum Zuhören und Mitsingen veranstaltete der gemischte Chor Edewecht am Wochenende. „Stimmt ein in unser Lied“ hieß die musikalische Begrüßung bei diesem Gemeindesängerfest, die zugleich das Motto der Veranstaltung war. Denn auch die Gäste waren gefordert und sangen bei manchem Stück kräftig mit.

„Es ist gut was los hier im Saal“, lobte Edewechts stellvertretender Bürgermeister Dr. Hans Fittje. „Es hat sich gelohnt, hierher zu kommen. Wir erleben ein sehr schönes Sängerfest.“

Die acht Chöre bewiesen mit ihrem Liedgut die Vielseitigkeit des Chorgesanges, der sich nicht nur auf die klassischen Volkslieder konzentriert. Seemannslieder, klassische Weisen, Pop-Musik-Adaptionen oder auch Stücke aus Musicals belegen, dass die Chormusik sich auch den neuen Musikklängen nicht verschließt.

Sorgen machen müssen sich manche Chöre allerdings um ihre Zukunft, weil einfach der Nachwuchs fehlt. Dabei geht es nicht um Jugendliche oder junge Erwachsene, sondern um Frauen und Männer in den mittleren Jahren. So ist Jens Trapp mit seinen 49 Jahren der zweitjüngste Sänger im Männergesangverein (MGV) Kleefeld. Er selbst kam als Mittdreißiger zu diesem Chor, von einem damaligen Arbeitskollegen mitgenommen. „Es hat mir gut gefallen, zumal ich als geselliger Mensch hier Leute meines Schlages fand.

Heute lebt Jens Trapp in Friesoythe, nimmt die Fahrt zu den gemeinsamen Übungsabenden und den Auftritten gern auf sich. „Natürlich ist die Situation für die einzelnen Chöre zum Teil sehr schwierig geworden. Viele Menschen sind beruflich so sehr eingespannt, dass sie kaum noch Zeit für andere Dinge haben. Da läuft einfach nicht mehr viel.“ Er selbst würde jederzeit empfehlen, sich einem Chor anzuschließen. In den 15 Jahren seines aktiven Singens räumt er sich einfach die Zeit ein, um beim MGV Kleefeld zu singen.

Erst seit kurzer Zeit ist Suchita Blancke Mitglied im Singverein Jeddeloh I. Die gebürtige Inderin lebt seit gut 13 Jahren in Deutschland. Bereits vorher war sie in einem Chor in Bad Zwischenahn aktiv. „Es ist für mich wichtig gewesen, die deutschen Volkslieder kennenzulernen, die ich in der Seniorenarbeit auch einfließen lassen konnte. Und das Singen hat mir geholfen, die deutsche Sprache wesentlich schneller zu erlernen.“

Wichtig sei es ihr auch, dass das deutsche Lied-Kulturgut erhalten bleibt. „Musik ist eine Brücke zwischen den Kulturen, eine Verbindung, die nicht verloren gehen darf. Wir müssen noch aktiver auf die Menschen zugehen, ihnen die Vorteile des Gesanges noch stärker verdeutlichen“, hofft sie, damit neue Chormitglieder gewinnen zu können. Für Suchita Blancke selbst hat der Gesang auch therapeutische Gründe. Damit bekämpft sie nicht nur eine schwere Krankheit, sondern stärkt auch ihre Stimmbänder und die Lungen.

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