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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Wo Exoten Blüten treiben

15.07.2019

Edewecht Im großen Garten von Heino Hempen fallen die beiden Kakteenfelder erst nach genauerem Hinschauen auf. Die Kakteen der Gattung Opunzien liegen zwar nicht versteckt, doch das rund 3000 Quadratmeter große Pflanzenparadies bietet für das Auge aber so viel Abwechslung, dass es viele Blickfänge gibt.

Einmal im Jahr blühen die Kakteenfelder richtig auf. Dann tragen sie gelbe Blüten, wobei diese Zeit allerdings nur von kurzer Dauer ist. Die kurze Blütezeit genießt der 86-jährige Edewechter zusammen mit seiner Frau Erika. Das spornt ihn jedes Jahr aufs Neue an, die Pflanzen zu pflegen.

Es sind aber nicht nur die Opunzien-Kakteen, die im Garten an der Wallstraße zum Blickfang werden. Das Ehepaar Hempen liebt das Reisen und bringen gern aus dem Ausland Pflanzen mit, die sie hier heimisch machen wollen. So ziert ein Kaktus aus Kambodscha Hempens Pflanzensammlung, aus Südafrika wurden ebenso Samen mitgebracht wie aus Italien. „Wir probieren einfach aus, ob die Samen sich bei uns entwickeln und haben unseren Spaß daran“, erzählt Heino Hempen.

Angefangen hat alles vor über 40 Jahren, als der Wetterdienst Offenbach Pflanzenbeobachter gesucht hat. Heino Hempen meldete sich, um als Freizeitausgleich in der Phänologie tätig zu werden. Der studierte Ingenieur, der in Varel in einem Flugzeugwerk tätig war, pflanzte bei sich einige Büsche und Blumen an, die für einen Pflanzenbeobachter von Bedeutung sind. Somit kam immer mehr zusammen, der Garten wurde immer abwechslungsreicher.

Während der Naturliebhaber für sich einen Schwerpunkt bei den Kakteen setzte und viel Zeit in die Pflege der Pflanzen investiert, hat seine Frau besondere Freude an einen Magnolienbaum, dessen Samen aus Italien kam und zurzeit ebenfalls einige Blüten trägt. Dazu wächst auch bei den Hempens die Landina, in Japan als heiliger Bambus weit verbreitet.

Es seien nicht nur viele Neugierige, die hier zufällig vorbeifahren oder laufen würden, berichten die Hempens. Auch für viele Tiere sei der Garten ein Paradies. Rehe und Fasane, Hasen und Frösche und viele Vögel seien heimisch.

„Die Menschen sollen sich an der Vielfalt erfreuen“, ist es dem überzeugten Naturschützer und Träger der Bundesverdienstmedaille wichtig, sich zu engagieren. „Ich fühle mich verpflichtet, etwas in diesem Bereich zu machen.“

An Veranstaltungen wie „Tag des Gartens“ beteiligt sich Heino Hempen nicht. Sein Garten ist jederzeit geöffnet. Kaffee oder Kuchen biete er auch nicht an, danach würde so mancher Besucher schon mal fragen.

„Mir geht es vor allem um die Schönheit blühender Pflanzen, und ich wünsche mir, dass möglichst viele daran teilhaben können“, so Hempen. Die Blütezeit der Opunzien ist schon wieder vorbei. Die Kakteen blühen nur wenige Tage. Aber das macht nichts, denn im Garten gibt es noch viel anderes zu bestaunen.

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