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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Eine Augenweide aus der Antike

04.05.2016

Rastede Sarah Bernhardt – diesen berühmten Namen haben sie gemeinsam, die gefeierte Schauspielerin der Belle Époque und die zartrosa gefüllte Pfingstrose. Seit Dienstag wächst die duftende Pflanze auch im Heilpflanzengarten in Rastede. Schauspielerin Sylvia Meining half den Frauen des Vereins Kögel-Willms-Heilpflanzengarten dabei, die Pfingstrose einzupflanzen.

„Ich liebe den Kräutergarten einfach“, sagte Sylvia Meining, die in den vergangenen Monaten im Theater Orlando im Palais als Sarah Bernhardt auf der Bühne stand. Im Januar hatten die Vereinsmitglieder eine Vorstellung besucht und danach beschlossen, die gleichnamige Pfingstrose in ihrem Garten zu pflanzen.

„Was viele nicht wissen, die Pfingstrose ist nicht nur eine Augenweide in jedem Zierpflanzengarten, sondern war bereits in der Antike eine bekannte Heilpflanze“, erläutert Vorstandsmitglied Evelyn Krott. Die Wurzeln, reifen Samen und Blütenblätter wurden gegen Gicht, Rheuma, Atemwegserkrankungen, Krämpfe, Epilepsie, Neuralgien und Migräne eingesetzt.

Erste Kräuterwerkstatt zum Mitmachen

Eine Kräuterwerkstatt zum Mitmachen bietet der Verein Kögel-Willms-Heilpflanzengarten am kommenden Dienstag, 10. Mai, erstmals an. Ab 10 Uhr können die Teilnehmer im Heilpflanzengarten an der Kögel-Willms-Straße 2 unter fachlicher Anleitung der Kräuterfrauen Kräuter sammeln und daraus einen gesunden, wohlschmeckenden Tee, einen kleinen Imbiss und Blütenschokolade herstellen.

Im Vordergrund der Werkstatt steht, den Teilnehmern die Unsicherheit im Umgang mit den Heilkräutern zu nehmen und ihnen die Einfachheit der Anwendungsmöglichkeiten nahezubringen, kündigen die Kräuterfrauen an.

Anmeldungen sind möglich unter info@heilpflanzen-rastede.de oder unter Tel. 04402/3458. Die Teilnahme kostet sechs Euro.

   

   www.heilpflanzen-rastede.de

„Die Benediktinermönche brachten die Pfingstrose im frühen Mittelalter aus der Mittelmeerregion mit und kultivierten sie auch hier in ihren Klostergärten“, berichtet Evelyn Krott. Damit sei diese „Rose ohne Dornen“ ein wichtiges Pflanzenmitglied im Kögel-Willms-Heilpflanzengarten, der in Tradition des von 1091 bis 1529 in Rastede bestehenden Benediktinerklosters steht.

Auch bei den chinesischen Kaisern sei die Pfingstrose besonders beliebt gewesen, zeige die Überlieferung, dass „Frauen durch regelmäßige Einnahme der Wurzeln so strahlend schön würden wie die Blume selbst“, sagt Evelyn Krott. Noch heute werde die Pfingstrose in der chinesischen Kräutermedizin und der Homöopathie regelmäßig verwendet. „Von Selbstversuchen raten wir wegen der Giftigkeit der Pfingstrose allerdings entschieden ab“, so die Kräuterfrau.

Wie schön die Rose blüht, könne vermutlich in drei bis vier Wochen im Heilpflanzengarten bewundert werden. „Wenn es jetzt warm bleibt, werden wir dann die ersten Blüten sehen können“, kündigt Evelyn Krott an.

Frank Jacob
Rastede/Wiefelstede
Redaktion Rastede
Tel:
04402 9988 2620

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