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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Essigwasser im „Kornbuddel“

05.11.2005

BAD ZWISCHENAHN Nach 36 Vorstellungen sind die Heimatspiele beendet. Das Publikum verabschiedet das Spälköppel mit herzlichem Applaus.

Von Otto Renken BAD ZWISCHENAHN - Donnerstagabend, Ammerländer Bauernhaus, 36. und damit letzte Aufführung von „Dat oole Hus“, 2. Akt: „Gesell Fidi“ (Spälbaas Klaas Düring) schenkt „Husherr Helmut Kruse“ (Herbert Lücking) und dessen Schwiegersohn in spe (Jan Oltmer) aus einer Kornflasche ein. Bei den voraufgegangenen 35 Aufführungen war in dieser Flasche Leitungswasser. Am Donnerstag am Ende einer langen Theatersaison, da wollten die übrigen Mitspieler den dreien mal einen Streich spielen und hatten das Wasser heimlich mit Essig „verdünnt“. Während die drei das Essigwasser ohne mit der Wimper zu zucken tranken, konnten die in den ersten Reihen sitzenden Zuschauer hören, wie sich die Mitspieler in den Kulissen vor Lachen kaum halten konnten. Die Heimatspiele im Ammerländer Bauernhaus, die seit 1910 alljährlich (mit Ausnahme während der Kriegsjahre) auf einer der ungewöhnlichsten Bühnen Deutschlands stattfinden, waren in diesem Jahr etwas ganz Besonderes: Wird normalerweise auf

Plattdeutsch-Bühnenstücke von mehr oder weniger berühmten Autoren zurückgegriffen, so hatte diesmal der Spielleiter, „Spälbaas“ Klaas Düring, Edewecht, selbst zur Feder gegriffen: „Dat oole Hus“ war nicht nur sein erstes abendfüllendes Bühnenstück, sondern es war auch das erste Mal, dass das Stück eines Zwischenahner Spälköppel-Spielleiters auf dem Flett des Heimatmuseums gespielt wurde. „Was die Spieler hier leisten, verdient Hochachtung“, bemerkte ein Zuschauer. In der Tat. Seit Ende August wurden 36 Aufführungen – allesamt so gut wie ausverkauft – bewältigt, gespielt wurde drei- bis viermal die Woche. Und bereits seit April laufen die Proben. Das alles aus Freude am Theaterspielen – und an der plattdeutschen Sprache. Zum Abschluss spendete das Publikum herzlichen Applaus. Und als „Gage“ gab‘s Naturalien: Heimatvereinsvorsitzender Heiko Reinhard überreichte den weiblichen Akteuren Blumensträuße, die Männer bekamen einen „Jan Hullmann“ und für jeden gab‘s eine „rejelle

Mettwuss“.

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