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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Freiheit fühlen auf dem Motorrad

11.05.2015

Wiefelstede Zum Start in die Motorradsaison veranstalteten die lutherische Kirchengemeinde Wiefelstede und die Wiefelsteder Motorradfreunde „Slowly’s“ am Sonnabend einen Bikergottesdienst vor dem Glockenturm der Sankt Johannes Kirche. Anschließend unternahmen die Motorradfahrer eine Ausfahrt durch das Ammerland und die südliche Wesermarsch.

In seiner Predigt erklärte Pastor Hugo Mieth i.R. aus Borbeck, warum er als passionierter Biker bewusst Motorrad fahren würde. „Motorradfahren ist für mich der Inbegriff der Freiheit und des Wohlgefühls. Ich brauche das“, sagte er. Sein Kreislauf würde durch die Motorgeräusche angeregt. „Ich werde Motorrad fahren, solange ich laufen kann“, versicherte Mieth. Er appellierte an rücksichtsvolles und aufmerksames Fahren und „Angeber haben nichts auf der Straße zu suchen“, meinte der 71-jährige in seiner Predigt. Die Bläsergemeinschaft Wilhelmshaven unterstützte den Gesang mit kräftigen Tönen. Biker Elimar Martens war der Einzige, der alle der acht Bikergottesdienste besucht hatte; er bekam von Pastor Mieth einen Luftdruckmesser für seine Reifen.

Auch Helga Hartmann macht es mit 81 Jahren immer noch Spaß, auf ihrem „heißen Ofen“ zu sitzen. „Obwohl mir der Arzt diese Woche noch volle Fahrtauglichkeit be-scheinigt hat, bin ich mit dem Auto gekommen“, sagte die Varelerin. Es hätte in Varel nach Unwetter ausgesehen. Den ganzen Nachmittag blieb es aber trocken. Durch ihren Sohn sei sie vor Jahren zum Motorradfahren gekommen. „Es macht große Freude, immer ’mal wieder seine Kräfte zu messen, wenn man auf dem Motorrad sitzt“, erläuterte Helga Hartmann. „Fahrt nicht schneller, als eure Schutzengel fliegen können“, gab sie den Zuhörern mit auf den Weg. Marieke Ströhl, ihre Mutter Claudia Siemen-Ströhl und Anja Rieskamp sprachen während des Gottesdienstes Gebete für die Biker, damit sie von jeder Fahrt gesund zurückkommen mögen.

Die rund 50 Biker unternahmen ach dem Gottesdienst und einem Kaffeetrinken eine Ausfahrt durch den Landkreis. Rund 50 km ging es über Bad Zwischenahn, Westerstede und Linswege weiter nach Jaderberg und zurück über Rastede nach Wiefelstede. In der Tanktasche von Biker Gerd Siemen saß ganz vorne Amy. Die siebenjährige Jack Russel-Hündin, das lebende Maskottchen mit Sonnenbrille, ist bei den Bikertreffen stets dabei.

Cheforganisator Dieter Zoch und Detlef Diers von den „Slowly’s“ sind unschlüssig, ob es 2016 wieder einen Bikergottesdienst geben wird. „Anfangs hatten wir mal 220 Teilnehmer, heute sind wir bei knapp 50“, sagt Zoch. „Es ist ein großer organisatorischer Aufwand und viele Biker kommen nicht, wenn das Wetter nicht stimmt. In den letzten Jahren war es häufig regnerisch“, erklärt Zoch den Hintergrund neuer Ideen.

„Vielleicht machen wir eine Rallye oder ein Bikerfrüh-stück“, schlägt sein Bikerkollege Detlef Diers vor. Man denke auch darüber nach, die Veranstaltung an das Saisonende in den Herbst zu legen.

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