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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

KONZERTLESUNG: Freundschaft der Nazi-Karriere geopfert

14.11.2005

JEDDELOH Das Gelesene wurde auf musikalische Weise noch gesteigert. Die Kunstfreunde hatten zu dem Abend eingeladen.

Von Erhard Drobinski JEDDELOH - Zum Gedenken an der Opfer der Reichspogromnacht vom 9. November 1938 hatten die Edewechter Kunstfreunde zu einer Konzertlesung eingeladen. In der Baptistenkirche Jeddeloh I stellten die Oldenburger Horst Mehring und Klaus Koennecke den Briefroman „Adressat unbekannt“ der amerikanischen Autorin Kathrine Kressmann Taylor vor.

In ihrem Buch beschreibt die 1997 verstorbene Autorin in einem fiktiven Briefwechsel die tragische Entwicklung einer Freundschaft im Zeitraum 1932 bis 1934. Horst Mehring las den Part des amerikanischen Juden Max Eisenstein, der mit seinem Freund, dem deutschen Einwanderer Martin Schulse, eine Kunstgalerie in den USA betrieb. Dieser, gelesen von Klaus Koennecke, kehrte Ende 1932 nach Deutschland zurück, wo er schnell eine Nazi-Karriere macht und dafür die Freundschaft zu seinem jüdischen Freund opfert. Dramatisch wird die Situation, als Schulse Max‘ Schwester Griselle der Sturmabteilung (SA) der Nazis ausliefert und sie zu Tode kommt. Max rächt sich daraufhin auf subtile Art an seinen ehemaligen Freund.

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Doch die Veranstaltung war mehr als eine Lesung. Die beiden Vortragenden schlüpften ganz und gar in die Rollen von Max und Martin und bauten so eine intensive Spannung auf, die die Tragik des Geschehens verdeutlichte. Über den Briefwechsel erfuhren die Zuhörer, wie unterschiedlich die Entstehung und Entwicklung des Nationalsozialismus‘ von den Betroffenen beurteilt wurde und wie ein menschenverachtendes Regime Macht und Einfluss erhält. Diese ungeheuer eindringliche Geschichte, so Mehring, sei gerade auch für jüngere Menschen geeignet, um sich mit dem Nationalsozialismus auseinander zu setzen.

Auf musikalische Weise wurde das Gelesene noch gesteigert. Der Cellist Volkmar Stickan aus Oldenburg und die Bajanistin Barbara Roelcke-Andrae spielten Stücke von Ernest Bloch und Paul Hindemith.

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