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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Gedenken: Ungerechtigkeiten nicht einfach hinnehmen

13.11.2018

Friedrichsfehn „Aus uns würden jetzt Menschen im Sinne des Nationalsozialismus gemacht“, sagte Fritz Axt, der im Januar 1941 mit 18 Jahren als Häftling ins Jugend-Konzentrationslager Moringen kam. Um den Nationalsozialismus, das Leid der Menschen im Dritten Reich und den Alltag im ehemaligen Konzentrationslager (KZ) Moringen drehte sich eine besondere Veranstaltung im lutherischen Gemeindehaus Friedrichsfehn.

Die „Seminargruppe Gedenkstättenarbeit“ der Evangelischen Jugend im lutherischen Kirchenkreis Ammerland hatte zu dem Abend eingeladen. Seit mehreren Jahren besuchen Jugendliche jede Stätte, die in Zusammenhang mit den Verbrechen der Nationalsozialisten steht und halten die Eindrücke in selbst geschriebenen Texten fest, die im selben Jahr am 9. November öffentlich vorgetragen werden. Mit dem Regionaljugendreferenten Johannes Maczeweski besuchten in diesem Sommer acht junge Leute das ehemalige Jugend-KZ Moringen bei Göttingen. Finanziell unterstützt wurde die Seminargruppe vom Arbeitskreis der evangelischen Jugend Niedersachsen.

Die zahlreichen Besucher hörten nachdenkliche Texte, die die Geschichte der KZ-Gebäude und der KZ-Insassen lebendig werden ließen, aber auch Sichtweisen von Bewohnern Moringens beschrieben. Deutlich wurde, so heißt es in einer Mitteilung, dass die Beschäftigung mit der Vergangenheit den jungen Leuten und den Gästen bewusst machte, welche hohe Bedeutung die Geschehnisse noch immer hätten. Und die Botschaft der Texte: Wichtig sei es „auf Ungerechtigkeiten (…) zu achten, die direkt vor meiner Nase stattfinden (…) und da einzugreifen, wo ich nicht einverstanden bin mit dem, was passiert“. Notwendig sei es, „Widersprüche sichtbar zu machen und entgegen zu treten, damit wir uns nicht noch einmal solcher Verbrechen gegen die Menschheit schuldig machen“. Für Musik sorgten an diesem Abend die Oldenburger Klezmer-Band Kaska.

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Im Herbst 2019 ist wieder eine Gedenkstättenfahrt geplant. Dann werden das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz und die Stadt Krakau besucht. Wer mitfahren möchte, kann sich per Mail unter „johannes.maczewski@ejo.de“ melden.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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