• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Ammerland Kultur

„Fühlen uns hier willkommen“

11.06.2015

Apen Die Stühle reichten nicht, als das erste Willkommenscafé in Apen am Dienstagnachmittag öffnete. Etliche albanische Familien hatten sich zuvor getroffen, um gemeinsam ins Evangelische Gemeindehaus zu gehen, wo einige Ehrenamtliche des Arbeitskreises Asyl schon warteten. Am gedeckten Tisch mit Kaffee und Kuchen sollten Kontakte in lockerer Runde geknüpft werden.

Um zwei albanische Familien kümmert sich Saskia Hinrichs aus Apen. „Ich habe aus der Zeitung erfahren, dass Helfer gesucht werden. Da ich soziale Arbeit studiere, wollte ich das Vorhaben unterstützen“, erzählte die 21-Jährige. Anfang Mai sei sie zum ersten Mal bei einer Familie gewesen. „Anfangs war ich sehr aufgeregt, und alle wussten nicht so genau, was sie sagen sollten. Doch beim zweiten Mal war alles schon ganz locker“, erinnerte sie sich. „Das macht Spaß.“ Seit einer Woche besucht sie nun auch noch eine zweite Familie und hilft dabei, sie mit Kleidungsspenden zu versorgen oder zu zeigen, wie man den Bus nutzt.

Begrüßung mit Moin

Immer wieder öffnete sich die Tür des Willkommenscafés und weitere Gäste kamen herein, darunter auch aus Syrien oder Afghanistan. „Herzlich willkommen oder wie es hier heißt Moin“, begrüßte Anke Helm-Brandau die Runde. Als Kirchenälteste der Kirchengemeinde Apen und Mitglied im Vorstand der Diakonie Ammerland hat sie das Projekt „Arbeitskreis Asyl“ begleitet. Bei den ersten Terminen des Familiencafés, die im Wechsel im Evangelischen Gemeindehaus in Apen (15 bis 17 Uhr) sowie im Treffpunkt der Baptisten „Dock 20“ stattfinden, will sie dabei sein. „Als feste Ansprechpartnerin“, betonte sie. Wenn Menschen ihre Heimat verlassen müssten, häufig nur mit einem einzigen Koffer, sei das nicht einfach. „Deshalb wollen wir sie unterstützen und sie mit dem Nötigsten versorgen.“

Auch Bürgermeister Matthias Huber stattete dem Willkommenscafé einen Besuch ab und wünschte den Flüchtlingen, vor dem Hintergrund, dass viele nach einiger Zeit woanders hinziehen, eine „gute Zeit in Apen“. Die Begegnung mit anderen Kulturen berge die Chance, voneinander zu lernen.

Übersetzer hilft

Die Unterstützung wird von den Flüchtlingen geschätzt, wie in einigen Gesprächen deutlich wurde, die mithilfe eines Übersetzers geführt wurden. „Wir sind sehr dankbar und fühlen uns hier willkommen. Die Nachbarn und alle anderen sind sehr nett“, unterstrich Mufil Zyberi, der mit seiner Frau Adele und drei Kindern aus Albanien gekommen ist und jetzt in Augustfehn II wohnt. „In unserer Heimat gibt es so viele Probleme. Hier erhoffen wir uns ein besseres Leben für die Kinder.“

Kerstin Schumann Redakteurin / Redaktion Westerstede
Rufen Sie mich an:
04488 9988 2604
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.