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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Gebäck aus alter Heimat verewigt

16.04.2016

Augustfehn /Hamburg Die freie Journalistin und Autorin Sylvia Lott ist zwar gebürtige Ostfriesin und lebt heute in Hamburg, aufgewachsen ist sie aber in Augustfehn. Gerne komme sie hierhin zurück zu ihrer Familie. Zu jedem Besuch gehöre auch ein Spaziergang am Deich entlang nach Vreschen-Bokel, erzählt die 60–Jährige. Und über die Verfehlungen der Augustfehner wisse sie sowieso stets Bescheid, berichtet sie mit einem Augenzwinkern, schließlich telefoniere sie täglich mit ihrer Mutter. Kein Wunder also, dass auch ein bisschen Augustfehn in ihrem neuen Roman steckt.

In „Die Inselfrauen“ jobbt Nina 1967 auf Borkum in der Frühstückspension ihrer Tante. Jeden Tag backt sie leckere Rosinenstuten, Butterkuchen und Waffeln für die Gäste. Sie verliebt sich in Klaas. Doch der soll den Krabbenkutter seines Vaters übernehmen, Nina dagegen will hinaus in die Welt. Als Klaas am Tag von Ninas Abreise nicht am Bahnhof erscheint und später nie auf ihre Briefe antwortet, versucht sie, ihn zu vergessen.

Auf der Suche nach einer Auszeit kehrt Nina 2010 aus New York zurück auf die Insel. Dort trifft sie wieder auf ihre Jugendliebe Klaas.

Die Geschichte spielt zwar auf Borkum – auf der Suche nach Rezepten für Rosinenstuten zog es Sylvia Lott aber zurück nach Augustfehn zu ihrer Lieblingsbäckerei, der Dampfbäckerei E. Berlinius.

„Dort habe ich den Rosinenstuten schon als Kind immer gerne gegessen“, sagt die 60-Jährige. Uwe Leferink schrieb ihr das Rezept ohne zu zögern auf. Neben Leferinks Rezept sind zwei weitere Rezepte für Rosinenstuten enthalten. „Für jeden Geschmack etwas“, verrät Lott.

Dass die Geschichte auf Borkum spielen soll, war für Lott schon länger klar. Als Schülerin hatte sie im Alter von 16 und 17 Jahren während der Sommerferien mit einer Freundin auf Borkum gearbeitet. Die Jugendlichen arbeiteten halbtags als Zimmermädchen. Den Rest des Tages genossen sie das Inselleben.

„Die Inselfrauen“ erschien am 14. März. Seitdem ist das Buch auf Platz 30 der Spiegel-Bestsellerliste geklettert. „Gehofft hatte ich das natürlich, aber mit diesem Erfolg habe ich nicht gerechnet“, freut sich die Autorin.

Nach ihrem Volontariat bei der Nordwest-Zeitung, Studium und Promotion schrieb Sylvia Lott viele Jahre für Frauen-, Lifestyle- und Reisemagazine. Heute konzentriert sich die 60-Jährige auf ihre Romane. Im Verlag Blanvalet veröffentlichte sie bereits „Die Rose von Darjeeling“ – ein Roman, der zur Hälfte im Ammerland spielt – „Die Glücksbäckerin von Long Island“ und „Die Lilie von Bela Vista“.

Die Inspiration für ihren neuesten Roman verdankt Lott einem Walzer, den Hollywood-Star Sir Anthony Hopkins komponiert hat. Eine Kollegin hatte ein Video der Welturaufführung des Stückes im sozialen Netzwerk Facebook geteilt. „Mich hat bewegt, wie gerührt Anthony Hopkins dabei war“, schildert Lott, „und schwupps hatte ich meine finale Szene für dieses Buch im Kopf.“


Mehr Infos unter   www.romane-von-sylvia-lott.de 
Sonja Klanke
Redakteurin, Agentur Schelling
Redaktion Ganderkesee
Tel:
04222 8077 2742

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