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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

SPÄÄLKOPPEL: Geschichte für die nächste Generation

03.03.2009

RASTEDE Chronologisch sortiert bedecken fünfundsechzig mit Jahreszahl und Titel beschriftete und mit den jeweiligen Zeitdokumenten gefüllte „Brottüten“ den großen Wohnzimmertisch im Hause Riemer. Daneben zeugen alte Fotoalben und Zeitungsausschnitte sowie mancherlei historisches Dokument von der Sisyphusarbeit-Arbeit, der Hans Herrmann Riemer seit etwa vier Wochen nachgeht.

Im Alter von 20 Jahren war er im Herbst des Jahres 1948 bereits bei der Neugründung der „Späälkoppel" im Heimatverein Rastede unter dem Vorsitzenden Gerd Looschen dabei. Als 80-Jähriger und nach eigener Aussage „einzig Überlebender, der noch alles miterlebt hat" erarbeitet er nun aus Anlass des diesjährigen 60-jährigen Bühnenjubiläums eine Chronik für die Theatergruppe.

„Oma hett Geld“

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Der Datensammlung über die „Upführungen van de Späälkoppel“ ist ein Großteil seiner Recherchen gewidmet. Akribisch hält Hans Herrmann Riemer für jedes im Laufe der Jahre aufgeführte Heimatstück fest, wer es geschrieben hat, aus wie viel Akten es bestand und – teilweise nur anhand von alten Bildern belegt – wer mitgespielt hat. Er trägt Informationen über die jeweiligen Spielleiter, Maskenbildner, Bühnenbildner und Topuster bis hin zu der Anzahl der Aufführungen und die erzielten Einnahmen zusammen. So weiß er auch zu berichten, dass das Stück „Oma hett Geld", 1991 im Hof von Oldenburg aufgeführt, mit 2190 Zuschauern das erfolgreichste von den bislang insgesamt 65 Theaterstücken war.

Die Aufführungsorte wechselten mehrmals im Laufe der Jahrzehnte. Am 26. Februar 1949 wurde das erste Stück mit dem Titel „Nabers Hochtied“ im damaligen „Graf-Anton-Günther“ aufgeführt.

Zeit war knapp

„Die Bühne war sehr groß und sehr hoch“, erinnert sich der Chronist. „Für die Kulissenwände wurden 110 Zentimeter breite und 300 Zentimeter hohe Rahmen mit Spannleinen bespannt. Die verwendete Rohjute hatte ganz unterschiedliche Farbtöne. Aber die Zeit war knapp und so wurden die Wände erst später gestrichen.“ 1953 wurde der Saal des „Anton-Günther“ zum Kino umgebaut und die Laienspielgruppe zog um in Georg Ahlers' „Hof von Oldenburg“.

Tür zum Stall

Als dieser abgerissen wurde, bot sich als einziger größerer Saal der „Rasteder Hof“ an. „Die Bühnenverhältnisse waren sehr klein und eng. Die Kulissen konnten wir kaum noch hintergehen, Requisiten konnten nicht abgestellt werden. Es gab keine Möglichkeit „auszutreten". Kurzerhand baten wir die Wirtin Hilde Brüggemann, eine Stahltür in die hintere Bühnenwand zum Stall einsetzen zu dürfen. Und so geschah es", erzählt Hans Herrmann Riemer lachend. Zwischen 1970 und 1974 wurden dort fünf Stücke aufgeführt. 1975 kehrte die „Späälkoppel" in den Neubau des „Hof von Oldenburg“ zurück.

Mit 80 am Computer

Seine Dokumentation schreibt der 80-Jährige erstmalig am Computer. Damit er immer wieder etwas einfügen kann. Denn bei seiner Recherche und dem mannigfaltigen historischen Material, das ihm zugetragen wird, treten ständig neue Details zu Tage. Claudia Krügel, die seit 1986 der Späälkoppel angehört und seit 2007 die Spielleitung innehat, ist „total begeistert" von dem außergewöhnlichen Engagement: „Ich freue mich, dass wir damit 60 Jahre Heimatgeschichte an die nächste Generation weitergeben können.“

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