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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

„Geselle Fidi“ hat alles im Griff und spinnt die Fäden

31.08.2005

BAD ZWISCHENAHN

Am Meer hat die Plattdeutsch-Theatersaison begonnen. Noch bis Anfang November wird drei- bis viermal wöchentlich gespielt. BAD ZWISCHENAHN/OR - Die Spielzeit auf der ungewöhnlichsten Theaterbühne Norddeutschlands ist eröffnet – das Spälköppel des Heimatvereins zeigt auf dem Flett des Ammerländer Bauernhauses die Komödie in drei Akten „Dat oole Hus“. Geschrieben hat das Stück Spälbaas Klaas Düring – und keineswegs „Karl Bunje“, wie noch in der Broschüre zur Zwischenahner Woche zu lesen war. Gespielt wird bis zum 3. November jeweils drei- bis viermal die Woche. Seit 1910 wird im Museum Ammerländer Bauernhaus Plattdeutschtheater gespielt. Neu in dieser einzigartigen Heimatspieltradition: Zum ersten Mal stammt das Stück nicht von einem auswärtigen Autoren, sondern vom Spielleiter: Klaas Düring (55), der auch die Rolle des Zimmermannsgesellen Fidi spielt, der scheinbar alles im Griff hat und im Hintergrund die Fäden spinnt, hat den Schritt gewagt und sein Erstlingswerk inszeniert. Das Premierenpublikum spendete herzlichen Beifall. Zum Inhalt: Anne Kruse (Nicole Claus) und ihr Freund,

Zimmermann Hans (Jan Oltmer), wollen heiraten und möglichst bald ihr eigenes Haus bauen. Dazu wollen sie vom Nachbarn Bruns ein Grundstück kaufen, das genau zwischen dem ihrer Eltern und Bruns liegt. Da „Naber Bruns“ (Achim Bartels) aber ein ziemlicher „Stießkopp“ ist und sich heute so und morgen anders entscheidet, wird aus dem Neubau zunächst nichts. Annes Eltern – Hille Plötz und Herbert Lücking – empfehlen dem zukünftigen Brautpaar, ihr altes Bauernhaus wieder herzurichten und bewohnbar zu machen. Doch über „dat oole Hus“, in dem sich unbemerkt Geselle Fidi eingenistet hat, sind Anne und Hans unterschiedlicher Auffassung. Die Handlung in der mit Teekisten und Pappkartons voll gestellten Bühne nimmt ihren Lauf – bis der köstlich schleimige Student Klaus Peter Jensen (Ralf Frerichs) hereinplatzt, Anne anbaggert und ihr Versicherungen und Bausparverträge anschwatzt. Als dann auch noch „Naber Bruns“ erklärt, dass er seine Weide lieber zum Sandabbau für eine Autobahn an den

Bürgermeister (Heiko Koch) verkaufen möchte, der alsbald auch mit „Booamtsleiterin“ (Sabine Krüger) im Schlepptau auftaucht, spitzt sich die Situation zu – und wird dank „Fidi“ zum glücklichen Ende geführt. Unerwartete Beziehungen treten zutage, Menschen, die einander sehr nahe waren und sich jahrelang nicht gesehen, haben, stehen sich plötzlich gegenüber: „Leewet Spälköppel, dat weer wunnerbar“, fasste der Heimatvereinsvorsitzende Heiko Reinhard am Ende der Premiere zusammen.

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