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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Glaube wird spielerisch erfahren

13.02.2006

SüDDORF Pastor Uwe Gräbe und sein Team stellen immer ein buntes Programm zusammen. Die Kinder sind mit Spaß und Freude dabei.

von erhard drobinski SÜDDORF - Zehn Kinder, einige Eltern und eine Großmutter haben am Sonnabend den Weg zur Kinderkirche in Süddorf gefunden. Im Mittelpunkt dieses Nachmittags steht in der Martin-Luther-Kirche das Thema „Was ist das für ein Mensch?“. In gemütlicher Runde – auf einem Teppich sitzend – lesen Sarah Lange und Elke Schwarzer vom Kinderkirchen-Team zusammen mit den Kindern, die schon lesen können, aus der Kinderbibel vor.

Es wird mit ihnen darüber gesprochen, wie es ist, wenn sich Menschen allein fühlen und an den Rand gedrängt werden. Denn in der Geschichte vom Zöllner Zachäus geht es darum, dass er von den Menschen immer mehr Geld nimmt, als ihm eigentlich zusteht. Aus diesem Grund wurde er von allen gemieden, bis Jesus ihn auf den richtigen Weg brachte.

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Der zehnjährige Malte gehört zu den Kindern, die schon seit dem vergangenen Jahr regelmäßig in der Kinderkirche dabei sind. Er beteiligt sich sehr rege und liest auch einen Teil der Geschichte vor. „Ganz besonders freue ich mich aber auf das Basteln“, sagt er. Denn im Anschluss an die Geschichte sollen die kleinen Kirchengänger große und kleine Menschen aus Knetgummi herstellen. Mit der Zeit entsteht eine Gruppe, die unterschiedlicher kaum sein könnte. Jesus und Zachäus dürfen dabei natürlich nicht fehlen. Am Ende der Kinderkirche dürfen die Kinder ihre Knetgummimenschen sogar mit nach Hause nehmen.

Seit genau einem Jahr besteht die Kinderkirche, die mit ihren Inhalten insbesondere Kindergarten- und Grundschulkinder ansprechen soll. Pastor Uwe Gräbe und ein Kreis von freiwilligen Mitarbeiterinnen bereiten die Planungen vor und setzen das Angebot an jedem zweiten Sonnabend im Monat ab 16 Uhr um. „In entspannter und familiärer Atmosphäre wird den Kindern so der Glaube und auch die Kirche näher gebracht“, erklärt Pastor Gräbe.

Wichtig sei es darüber hinaus, dass bei den Treffen alle Teilnehmer, ob jung oder alt, zur Ruhe kommen könnten. „Es herrscht kein Stress“, sagt Gräbe, „und alle haben genug Zeit um das, was sie gerne machen möchten, auch beenden zu können“.

Weitergeführt werden soll die Kinderkirche auch dann, wenn der Pastor die Kirchengemeinde im Frühjahr verlässt. Das ist zumindest der Wunsch der Mitglieder des Kinderkirchen-Teams.

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