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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Jetzt wird’s bunt im Rhodopark

18.04.2019

Gristede Sie ist hellrosa-weiß mit dunkelrotem Schlund, soviel verrät Gärtnermeister Gerd Eiting denn doch schon über die Rhododendronsorte, die bereits in den 90er Jahren im Rhododendronpark Gristede der Firma Pflanzen Bruns gezüchtet wurde – und die am 30. Juni im Park von einer wirklich urkomischen Persönlichkeit des öffentlichen Lebens getauft werden soll: Otto Waalkes. „Es wird eine öffentliche Taufe werden“, kündigt Jan-Dieter Bruns, geschäftsführender Gesellschafter der Firma Bruns Pflanzen, bereits an: „Da darf jeder dabei sein.“

Ostern beginnt Saison

Im Rhodopark, der ganzjährig für Jedermann unentgeltlich geöffnet ist, beginnt zu Ostern die Saison. „Die ersten Frühblüher zeigen bereits Farbe“, wissen Bruns und Eiting. Was sie derzeit jedoch ungemein beeindruckt, das sind die überall im Park zu findenden Teppiche des Waldsauerklees, der bereits seit 14 Tagen blüht und seine weiße Pracht wohl noch weitere drei Wochen auf Hunderten von Quadratmetern zur Schau stellen wird, wie Gerd Eiting mutmaßt. „In dieser Größenordnung habe ich die Blüte auch noch nicht erlebt,“ sagt der Gärtnermeister, der im Park für die Züchtungsarbeit und somit für neue Rhododendronsorten zuständig ist. Er vermutet, dass der vergangene, trockene Sommer da eine Rolle spielt. Und da für die kommenden Tage deutlich wärmeres Wetter als bislang angekündigt ist, dürften auch die mehr als 1000 Rhododendren rechtzeitig zu den Feiertagen zum Farbenspiel im Park beitragen, der auf seinen rund 25 Hektar Fläche von hohen, schlanken Kiefern dominiert wird. In dieser teils doch recht schattigen Umgebung gedeiht auch der Waldsauerklee prächtig, der als schattenverträglichste heimische Pflanzenart in der Lage ist, bei einem Minimum von nur einem einhundertsechzigstel des Tageslichts noch zu wachsen. „In dieser Pracht werden die Besucher das nicht jedes Jahr sehen können“, sagt Jan-Dieter Bruns.

Eine Stunde Otto

Das dürfte dann auch für den Besuch von Otto gelten, für den bereits ein Zeitplan existiert, wie Bruns erklärt. Der Komiker wird um 11.15 Uhr am Pavillon im Park erwartet, wo dann auch die Taufe stattfinden soll. Otto wird gut eine Stunde bleiben, musikalisch begleitet wird die Veranstaltung vom Blasorchester Brass-Sax aus Petersfehn. Noch unklar ist derzeit, welchen Namen die neue Rhododendronsorte tragen soll. Bruns: „Das ist noch geheim und wird derzeit mit dem Management des Komikers abgestimmt.“ Otto wird am 28. Juni eine Ausstellung mit seinen Bildern in der Kunsthalle in Emden eröffnen. „Über einen freundschaftlichen Kontakt zur Geschäftsführerin der Kunsthale, Eske Nannen, konnten wir die Taufe hier im Park organisieren“, erklärt Jan-Dieter Bruns die zeitlichen Zusammenhänge.

Walk of Fame

Klar ist: Auch diese neue Rhododendronsorte wird einen Platz auf dem „Walk of Fame“ des Parks erhalten. Dort sind all jene Sorten zu finden, die einmal von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens getauft wurden. Bundespräsidenten wie Johannes Rau und ihre Gattinnen wie etwa Eva Luise Köhler oder Marianne von Weitzsäcker waren da in der Vergangenheit ebenso tätig wie etwa der einstige Stern-Herausgeber Henri Nannen oder Pianist und Dirigent Justus Frantz. Alle so getauften Sorten sind mit einem ovalen Hinweisschild versehen, auf dem der Name der getauften Sorte steht. Auf den Walk of Fame laufen die Besucher des Parks automatisch zu, wenn sie das Eingangstor passieren.

Otto hat übrigens bereits eine jener Rhododendronpflanzen, die er am 30. Juni iim Park taufen soll: „Sie steht schon in seinem Garten in Hamburg“, weiß Jan-Dieter Bruns.

Das Ammerland präsentiert sich übrigens gerade auf der Bundesgartenschau in Heilbronn, die am Mittwoch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnet wurde. Auf gut 2000 Quadratmetern zeigen Ammerländer Baumschulen dort nach Angaben von Bruns und Eiting unter dem Motto Koloss von Rhodos“ überaus eindrucksvolle Solitärpflanzen.

Die von Otto zu taufende Pflanze wird derweil kühl gehalten, um sicherzustellen, dass sie Ende Juni blüht.„Die Blütezeit der Rhododendren ist normalerweise Ende Juni längst vorbei“, begründet Eiting diesen Schritt.

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