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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Tradition: Gut geschmiert aufs Getreidefeld

04.07.2017

Aperberg Kaum zu glauben: Die Mitglieder des Vereins für Heimat- und Brauchtumspflege Aperberg überraschen zu ihrem jährlichen Kornmähen immer wieder mit einer neuen historischen Errungenschaft. So auch in diesem Jahr. „Jetzt haben wir einen Selbstbinder, und zwar einen Linksmäher mit Bodenantrieb, also nicht mit Zapfwelle – davon gab es damals nicht viele“, erzählt Vorsitzender Werner Taute mit einem Strahlen im Gesicht. „Die Maschine hat mehrere Jahre schön trocken in einem unbenutzten Schuppen gestanden“, fügt sein Vereinskollege Gerd Vohlken hinzu.

Gerd Hobbie aus Linswege hatte dieses seltene Exemplar, das vermutlich aus den 1950er Jahren stammt, seit Jahrzehnten in seinem Schuppen. Nun stellt er es den Mitgliedern des Aperberger Heimatvereins als Leihgabe zur Verfügung. „Es waren nur Kleinigkeiten, die zu reparieren waren, und ein Antriebsrad musste erneuert werden“, so der Vorsitzende.

Es handelt sich um einen Selbstbinder der Marke „Fella“ Typ F7, der das Getreide – je nachdem wie es liegt – rechts oder links aufnehmen kann. Für den Antrieb sind „drei PS“ erforderlich. Gerhard Rhoden aus Ihausen wird also mit drei Pferden nach Aperberg kommen, die den Selbstbinder in Gang setzen und auf dem Getreidefeld ziehen.

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„Wir werden zunächst die Instandsetzung erledigen und demnächst mit Gerhard Rhoden und den Pferden einen Probelauf starten“, berichtet Gerd Vohlken (er war der erste Vorsitzende des 1993 gegründeten Vereins für Heimat- und Brauchtumspflege). Das 30. Kornmähen wird am 12. August ab 13 Uhr auf dem Feld an der Traubenstraße in Aperberg stattfinden.

Bis dahin haben die rührigen Mitglieder des kleinen Vereins noch viel Arbeit: Schrauben nachziehen, Riemenverbinder überprüfen, Holzfedern erneuern, Gelenke abschmieren. Seit Ostern treffen sie sich jeden Montag zum „Klüterabend“ in ihrer Maschinenhalle. Im Probelauf wird Maschine für Maschine getestet. Schließlich sollen zum traditionellen Kornmähen alle historischen Gerätschaften funktionieren.

Und davon besitzt der Verein mit seinen knapp 30 Mitgliedern aus etwas über einer Handvoll Haushalten zahlreiche. Es sind so viele, dass die Aperberger deutschlandweit eine der größten Sammlungen funktionstüchtiger historischer Maschinen für die Getreideernte haben. „Vielleicht sogar die größte Sammlung Deutschlands und das hier in der kleinen Bauerschaft“, sagt Vereinsmitglied Torsten Taute mit Stolz.

Dabei fing alles eher zufällig 1987 mit einer alten Bergmann-Dreschmaschine an, die die Aperberger aus der Nähe von Brake geholt hatten, um damit an einem Ernteumzug teilzunehmen. Daraus erwuchs die Idee, im kleinen Rahmen das Kornmähen zu zeigen und die Tradition lebendig zu halten. Einige weitere Gerätschaften waren ebenfalls vorhanden, und so gab es im Jahr 1988 das erste Kornmähen mit einer kleinen Feier in der Scheune am Abend. Inzwischen kommen jährlich etwa 2000 Besucher aus der gesamten Region auf das Getreidefeld zum Kornmähen.

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