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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Ein Blick in die Vergangenheit

26.03.2018

Ihausen Gerhard Mansholt und Reinhardine Ansey stehen kerzengrade im Kreise ihrer Familie. Aufmerksam blicken sie in die Kamera, damit die Schwarz-Weiß-Aufnahme auch gelingt. Reinhardine weiß noch nicht, dass Gerhard im Krieg fallen und sie als Witwe später Alfons Langer heiraten wird. Heute, rund 100 Jahre später, kann sich kaum jemand an sie erinnern. Doch ihr Foto existiert noch immer. Am Sonntag durften es Besucher einer historischen Bilderausstellung in Ihausen betrachten.

Doch die Aufnahme von Reinhardine war nicht die einzige, die in der Halle von Jens Geveke zu sehen war. Die Schau, die der Verein für Heimat- und Brauchtumspflege Lengener Moor gemeinsam mit dem Ortsbürgerverein Hollriede organisiert hatte, war mit zahlreichen Aufnahmen bestückt.

Ob Siedlerhäuser, Straßenansichten oder Familienporträts – an den Stellwänden war viel zu entdecken. Aufgeteilt nach den einzelnen Ortschaften – Augustfehn I, II und II, Ihausen sowie Hollriede und auch Themenbereichen wie Feuerwehr und Schule – wurde den Besuchern ein Blick in die Vergangenheit gewährt. So fanden sich unter den Dokumenten Fotos der Belegschaft des Stahlwerks von 1897, aber auch eine Aufnahme, die die Landung eines Fallschirmspringers während des Zweiten Weltkrieg in den Garten von Familie Hiebenga zeigt.

„Wir freuen uns immer sehr, dass die Menschen sich für die Bilder interessieren“, resümierte Hermann Bruns zufrieden, als gleich nach der Eröffnung immer mehr Besucher den Weg in die Ausstellungshalle fanden. Der Vorsitzende des Vereins für Heimat- und Brauchtumspflege nutzte die Zeit der Ausstellung, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. So erging es auch Hans-Hermann van Lengen, Schriftführer des Vereins und gemeinsam mit weiteren Mitstreitern Hüter der historischen Dokumente, die er daheim in vier bis fünf Ordnern verwahrt.

Nur alle drei bis fünf Jahre werden die Bilder ausgepackt und für die Ausstellung aufgehängt. Immer wieder finden sich neue Schätze unter den Dokumenten, fügen sich neue gespendete Fotografien in die Sammlung ein. Und nicht nur das: Oft findet sich bei solchen Schauen auch ein Besucher, der mehr über die Aufnahmen weiß. Denn nicht alle Bilder konnten bislang zeitlich exakt eingeordnet oder die abgebildeten Menschen genau benannt werden.

Glück, auf genau einen solchen Besucher zu treffen, hatte Günter Hellmers. Der Hollrieder, der vor einigen Jahren gemeinsam mit Gerold Thurau und weiteren Unterstützern aus dem Ort eine Chronik für Hollriede erstellen konnte, begegnete einem Besucher, der gleich vier Männer auf einem Foto von 1930 identifizieren konnte. So konnte er ein weiteres Puzzleteilchen legen und das Bild der Vergangenheit erweitern.


     www.hbv-moorvolk.de 
Anuschka Kramer Redakteurin / Redaktion Westerstede
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