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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

„In Nethen ist es doch so wunderschön“ serieVom Trinkwasserlehrpfad bis zum Beachclub – Früher weideten Schafe in der Heide

20.01.2007

NETHEN Schätze blühen oft im Verborgenen. Das ist auch in Nethen der Fall. Erst rechts und links der Straße erschließen sich die Schönheiten.

von wolfgang müller NETHEN - Wer zwischen Wiefelstede und Hahn unterwegs ist, der sieht nicht viel von Nethen. Umso mehr lohnt sich der Abstecher in die Seitenstraße – und noch mehr die Radtour durch einen Ort, der immer wieder Überraschungen bietet.

Nethen und Natur: Das sind Begriffe, die gerade hier zusammengehören. Nur ein Beispiel dafür ist der Trinkwasserlehrpfad des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserwerkes am Steenforths Moor, der sich zu jeder Jahreszeit anders präsentiert. Andere Naturliebhaber bleiben gleich das ganze Wochenende und noch länger in Nethen – in den Wochenendhaussiedlungen an den Baggerseen.

Sandabbau – dafür ist Nethen berühmt. Die Transporte werden von betroffenen Anliegern kritisch gesehen, sind aber gleichzeitig ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Gemeinde Rastede und darüber hinaus. Die Baggerseen ermöglichen auch ein Freizeitvergnügen, das weit und breit einzigartig ist. An den Nethener Seen kann mit einer entsprechenden Liftanlage Wasserski gefahren werden. Junge Leute aus der Gemeinde haben aus dem früheren „wilden“ Badegelände, das immer wieder für Unruhe sorgte, einen „zivilisierten“ Betrieb geschaffen: den „Beachclub Nethener Seen“, mit künstlichen Palmen, Restauration und vielem mehr – selbst Sarah Connor fühlte sich hier schon wohl.

Nethen hat eine lange Geschichte, wie aus dem Buch „Geschichte und Geschichten des Rasteder Nordens“ hervorgeht. Erstmals urkundlich erwähnt wurde es im Jahre 1059 – und kann damit, wie Rastede, in zwei Jahren das 950-jährige Bestehen feiern.

Vier so genannte Hausmannsstellen existierten damals. Nethen, was so viel wie „Niederung“ bedeutet, war früher zum größten Teil mit Heide bewachsen – die Nethener „Hausmänner“ hielten Schnuckenherden mit bis zu 250 Tieren.

Eine Schule gab es einst in Nethen – bis 1978. Drei Jahre später verkündete der damalige Gemeindedirektor Konrad Ullrich den Bürgern, dass das Gebäude als Dorfgemeinschaftshaus genutzt werden kann.

Wenn man Nethener fragt, was ihnen am Ort gefällt, dann wird nicht lange überlegt: „Es ist eine schöne Bauerschaft, hier werden Traditionen aufrecht erhalten, hier wird Nachbarschaft gepflegt.“ Bei den Wünschen muss erst nachgedacht werden. „Eine Gaststätte gibt’s nicht mehr“, wird mit leichtem Bedauern festgestellt, „aber dafür haben wir das Dorfgemeinschaftshaus – das hält die Bürger unseres Ortes zusammen“.

Und hier spielt sich ein vielfältiges Leben ab: 100 Teilnehmer im Jahr bei den Erste-Hilfe-Lehrgängen des DRK, etwa 700 Blutspender, Schießtraining und -wettkämpfe, Vereinsversammlungen, Weihnachtsmarkt, Erntedank, Seniorennachmittage, Schützenfest. Die Jugend ist willkommen, ein eigener Raum wartet nur darauf, mit Leben erfüllt zu werden.

Einen Wunsch aber gibt es doch noch: Dass sich nicht nur die Einheimischen an den Aktivitäten beteiligen, sondern auch die Neubürger.

Übrigens hat Nethen sogar ein eigenes Lied, getextet von Herbert Schmidt, vertont von Alex Hansen: „Ja, ja in Nethen sind wir geboren, ja, ja, in Nethen im Ammerland. Wir stehn im Sande bis an die Ohren, dafür ist Nethen, Nethen sehr bekannt. Das macht uns nichts aus, aus, aus, wir gehen aus Nethen nie mehr heraus.“

Und die dritte Strophe „In Nethen gibt es auch schöne Wälder, in Nethen gibt es viel Weideland. Und alle Fremden, die bleiben stehen und sagen: Schön ist doch das Ammerland. Hier bleiben wir stehn, stehn, stehn, denn Nethen ist doch so wunder-wunderschön.“

Leben in Nethen

Nethen zählt heute knapp 1100 Einwohner.

Größte Arbeitergeber in Nethen sind der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband mit Wasserwerk, Zentrallager und Zentrallabor (insgesamt 21 Beschäftigte) sowie das Betonwerk Danzer (Betonwände, -decken, -treppen) mit ca. 35 Mitarbeitern

Im Dorfgemeinschaftshaus (der früheren Schule) spielt sich ein reges Vereinsleben ab:

Der Spielmanns- und Fanfarenzug Hahn-Nethen ist weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt – für seine Musik, die auf hohem Niveau steht.

Das kulturelle Leben im Dorf fördert der Gemischte Chor Nethen.

Der Schützenverein sorgt nicht nur für sportliche Leistungen, sondern auch für gesellige Veranstaltungen.

Sportliche Aktivitäten zeigt auch der Boßel- und Klootschießerverein „Heidesand“.

Der Ortsbürgerverein ist bekannt u.a. für seine Dienstags-Radtouren, das Osterfeuer, Erntedankfeste und Seniorenveranstaltungen.

Die DRK-Bereitschaft (viele Kurse in Erster Hilfe und Sofortmaßnahmen) wird immer wieder für den guten Imbiss nach den Blutspendeterminen gelobt.

Der Schäferhundeverein ist bekannt für seine Aktivitäten in der Schutzhundausbildung.

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