• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Gemeindebücherei: In zehn Jahren fast 1000 Nutzer verloren

31.01.2014

Rastede Mehr Besucher, weniger Nutzer: So beschreibt Nicole Mühlmann, Leiterin der Gemeindebücherei „Villa Wächter“, die Entwicklung im vergangenen Jahr. 14 268 Personen kamen 2013 in die Bücherei, 155 mehr als 2012. Gleichzeitig ging die Zahl der Nutzer (Personen mit einem gültigen Ausweis der Bücherei, die mindestens ein Medium ausgeliehen haben) zurück von 968 in 2012 auf 880 im vergangenen Jahr. Damit ist ein neuer Tiefstwert erreicht.

Zahlen und Fakten

Geöffnet ist die Gemeindebücherei „Villa Wächter“dienstags und donnerstags von 10 bis 18 Uhr, freitags von 10 bis 12 Uhr und sonnabends von 10 bis 13 Uhr.

19 510 Medien stehen aktuell zur Verfügung. Das Angebot umfasst Bücher, Hörbücher, DVDs, Konsolenspiele, Gesellschaftsspiele, Musik-CDs, Zeitungen und Zeitschriften.

54 781 Ausleihen registrierte die Bücherei im vergangenen Jahr. 2012 waren es noch 60 201. Am häufigsten ausgeliehen wurde der Roman „Die Tore des Himmels“ von Sabine Weigand (24-mal). Bei den Kinderbüchern lag das Buch „Die Abenteuer mit der Buchstabenhexe“ von Annelies Schwarz vorne (17-mal).

Einen Grund für den stetigen Rückgang der Büchereinutzer sieht Sabine Meyer, zuständige Fachbereichsleiterin bei der Gemeindeverwaltung, in der Jahresgebühr, die seit 2003 erhoben wird. Vorher war die Nutzung der Bücherei kostenfrei. Zur Erinnerung: Damals steuerte die Gemeinde auf ein Haushaltsdefizit von rund 650 000 Euro zu, das letztlich ein Konsolidierungskonzept zur die Folge hatte.

Rechnung ging nicht auf

Erwachsene zahlen seitdem zehn Euro, Kinder und Jugendliche fünf Euro, Kurzzeit-Nutzer (bis zwei Monate) zwei Euro im Jahr. Doch die Rechnung ging nicht auf, die Bürger stellten sich auf die neue Gebühr ein. „Früher hatte jedes Familienmitglied eine eigene Karte, heute gibt es meist nur noch eine pro Familie“, sagt Sabine Meyer. Das wirkt sich nicht nur im Portemonnaie der Bürger beziehungsweise im Haushalt der Gemeinde aus, sondern auch in der Nutzerstatistik. Denn: Ein Nutzerausweis entspricht möglicherweise vier oder fünf tatsächlichen Nutzern. Vor der Einführung der Jahresgebühr hatte die Gemeindebücherei rund 1800 Nutzer. Voraussichtlich im März kommt die Gebührenordnung nun auf den Prüfstand – im Kultur- und Sportausschuss.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Als weiteren Grund für den Rückgang der Nutzer führt Nicole Mühlmann an, dass im vergangenen Jahr weniger Veranstaltungen mit Schulen und Kindergärten stattfanden. Dies sei auch dem Leitungswechsel geschuldet gewesen. Nicole Mühlmann hatte den Posten im Juli angetreten, ihre Vorgängerin Petra Opel war bereits Ende Februar in den Ruhestand gegangen.

„Mir ist es wichtig, Leseförderung zu betreiben“, macht Nicole Mühlmann deutlich, dass sie nun verstärkt zunächst in den Kindergärten und später auch in den Schulen das Angebot der Gemeindebücherei vorstellen möchte. „Drei Kindergärten haben auch schon wegen einer Führung angefragt“, berichtet sie.

Außerdem möchte sie weiter am Bestand arbeiten. Im vergangenen Jahr wurde bereits kräftig aussortiert. Die Zahl der Medien ging zurück von 21 960 in 2012 auf 19 510. „Wir hatten einen Höchststand erreicht“, sagt Nicole Mühlmann.

Bücher, die optisch nicht mehr ansprechend aussahen oder noch in der alten Rechtschreibung verfasst waren, verschwanden aus den Regalen. So schaffte die Leiterin Platz, um Bücher auch frontal präsentieren zu können und nicht nur Buchrücken aneinanderzureihen.

„Man sollte jährlich zehn Prozent der Bücher aussortieren“, nennt Nicole Mühlmann eine gängige Zahl aus dem Bibliothekswesen. Bei den Sachbüchern habe man den Bestand mittlerweile überarbeitet, derzeit schauen die Mitarbeiter die Kinder- und Jugendliteratur durch. „Dann müssen wir an die Romane ran“, sagt die Leiterin.

Gemeinsam mit den Kunden wolle sie überdies das Zeitschriftenangebot ausbauen. „Wir wollen eine attraktive und aktuelle Ergänzung zum Sachbuchbestand schaffen“, sagt Nicole Mühlmann auch mit Blick auf die gestiegenen Besucherzahlen. Die Bürger kommen in die Bücherei, um in Zeitschriften zu lesen oder im Internet zu recherchieren.

Hörbücher beliebt

Um noch mehr Wechsel im Programm zu haben, hat sich die Gemeindebücherei im vergangenen Herbst dem Medienpool der Büchereizentrale Niedersachsen angeschlossen. Gegen einen geringen Mietpreis erhält die Bücherei für einen Zeitraum von mindestens einem Vierteljahr aktuelle Hörbücher. „Das Angebot wird von unseren Kunden bereits gut angenommen“, sagt Nicole Mühlmann.

Geprüft wird noch, ob bald der Verleih von Online-Medien wie E-Books möglich sein wird. „Das ist auch eine Kostenfrage“, weiß die Büchereileiterin. Die Verwaltung will Ergebnisse zu diesem Thema ebenfalls im Kulturausschuss im März vorstellen.

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
Rufen Sie mich an:
04402 9988 2620
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.