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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Ehrung: Das Singen im Chor hält ihn gesund

07.02.2018

Jeddeloh I Als Egon Bölts von seinen Anfängen im Singverein Jeddeloh I erzählt, lässt er noch einmal die Vergangenheit wach werden: „Natürlich wurden früher mehr Volkslieder gesungen. Diese Lieder stellen Heimatverbundenheit dar – heute ist das Repertoire wesentlich breiter und umfasst auch andere Bereiche der Musik, die im Chor gesungen werden können“, berichtet der Sänger, der anlässlich des 93. Stiftungsfestes für seine 60-jährige Mitgliedschaft in dem Gemischten Chor geehrt wurde.

Eine Chance fürs Singen

74 Jahre ist der gelernte Tischler alt, schon mit 14 ist er dem Chor beigetreten. „Meine Mutter Käthe, die auch im Chor sang, hatte mich einmal mitgenommen. Anschauen kann ich mir das ja, sagte ich mir, zumal es damals im Dorf außer dem Turnverein keine anderen Angebote gab.“ Das Singen habe ihm dann aber so gut gefallen, dass er ab diesem Zeitpunkt regelmäßig zu den Proben gegangen sei.

In den besten Zeiten hatte der Singverein Jeddeloh I rund 60 aktive Sänger. Heute sind es noch insgesamt 13 Frauen und Männer, die zu den verschiedenen Veranstaltungen auftreten.

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In ihren einführenden Worten zu dem Stiftungsfest, an dem neben den Gastgebern noch der Gemischte Chor Edewecht, der Männergesangverein (MGV) „Sängerrunde“ Edewecht, der MGV Jeddeloh II, die Singgemeinschaft Husbäke sowie der Gemischte Chor Ocholt ihr Können darboten, betont die Vorsitzende Christine Wilke, dass nicht der Name eines Chores mögliche Mitstreiter abhalten würde, sondern ein mangelndes Engagement in Vereinen. „Heute sind es mehr Einzelkämpfer, das Vereinsleben ist offenbar nicht mehr so sehr gefragt.“

Egon Bölts sieht das ähnlich: „Die Menschen treten nicht mehr so gern einem Verein bei. Früher war es für uns Pflicht und Selbstverständlichkeit, an den Übungsabenden teilzunehmen. Heute will sich kaum einer noch so festlegen, dass er über Jahre oder Jahrzehnte in einem Verein dabei ist.“

Das Repertoire des Singvereins Jeddeloh I umfasst über 180 Lieder – vom klassischen Volkslied über klassische Weisen bis hin zu Gospel und populärer Musik wie Schlager. Zu den Lieblingsliedern des Jubilars gehören „Es ist Feierabend“, das bereits etwas älter ist, aber auch „Ave Glöcklein“. Dieses Lied wurde erst im vergangenen Jahr unter der musikalischen Leiterin Elke Schmidt eingesungen. „Das Stück ist einfach nur schön und intensiv.“

Seltenes Jubiläum

Als Weihnachtslied hat die Gruppe „Der kleine Trommler“ auf ihrer Liste, auch erst Ende 2016 eingespielt. Dieses Lied konnte Egon Bölts selbst noch nicht auf der Bühne vortragen, weil er zu dieser Zeit schwer erkrankte. „Ich hoffe aber, dass es in diesem Jahr damit klappt.“

Dass ein Sänger sein 60-jähriges Jubiläum im Verein feiert, kommt sehr selten vor. Ein Grund für den Präsidenten des Oldenburger Sängerbundes, Gerhard Brunken, persönlich vor Ort die Urkunde an Egon Bölts zu überreichen. „Der Chorgesang fördert Geselligkeit, belebt und ist überall gegenwärtig und hält darüber hinaus jung.“

Dass das Singen gesund hält oder zur Gesundung beiträgt, konnte Egon Bölts im vergangenen Jahr selbst erfahren. Nach einer schweren Krankheit wurde ihm in der Reha von den Ärzten empfohlen, zu singen, um Lungen und Atmung zu kräftigen.

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