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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Theater: Wo es Kaviar in der Kneipe gibt

17.02.2018

Jeddeloh I „Die ersten zehn Minuten vor dem Auftritt sind schon anspannend. Dann beginnt das große Zittern. Wenn aber die ersten Worte gesagt sind, kommt auch die Ruhe zurück.“ Bei der Premiere der „Plattsnackers“ aus Jeddeloh I, die mit dem Dreiakter „Kaviar dröppt Currywurst“ von Winnie Abel im Gasthof Witte die Theaterwochen 2018 eröffneten, stand Heike Rippen erstmals auf einer Bühne. Dafür hatte sie sich bewusst eine kleine Rolle ausgesucht.

„Es macht unheimlich viel Spaß, vor Publikum zu spielen. Eine größere Rolle mit viel Text wie sie Petra von Aschwege hat, die hier die Kneipenbesitzerin Erna Wutschke spielt, würde ich mir noch nicht zutrauen.“ Fest steht für die 42-Jährige aber schon jetzt, dass sie weiterhin bei den Plattsnakers spielen möchte.

Andere Ensemblemitglieder haben in der neuen Komödie, die die Jeddeloher einstudiert haben, mehr zu sagen. Peter Goers stellt seine Verwandlungsfähigkeit als Lebenspartner von Eckkneipenbesitzerin unter Beweis, die innerhalb kürzester Zeit ihre Kneipe in ein Edel-Restaurant verwandeln muss, um eine Finanzspritze ihres Cousins zu bekommen. Iris Schütte als Stammkundin Sandy ist nicht nur naiv, sondern auch clever, Frank Wittje bekommt als Bürgermeister Dieter Dröög den Kopf gewaschen, während Ingrid Rippka als seine Frau Annabell Mode aus nachhaltigen Materialien vorstellt.

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In weiteren Rollen sind Arne Wittje als Harry, Cousin und Geldgeber von Erna, Helmut von Seggern als Stammgast Uwe, der sich über die Veränderungen in seiner Lieblingskneipe wundert, Jan Wittje als intriganter Nachbargastronom und Hille Plötz als überraschend auftauchende Essenstesterin zu sehen. Einen besonderen Part spielt Frank von Aschwege, der als Thekengast das ganze Stück über auf der Bühne zu sehen ist, allerdings eher als Inventar wahrgenommen wird.

Bei der Premiere saßen Saal auch Mitglieder der Theatergruppe der Landjugend Aschhausen im Saal. Sie hatten dasselbe Stück im November in Hollen aufgeführt und waren neugierig auf die Jeddeloher Produktion.

„Wir hatten acht Spieler bei zehn Rollen, so dass einige auch als unterschiedliche Personen auftraten“, erinnert sich Hella Gerdes an die eigene Aufführung. Bei den „Plattsnackers“ stehen elf Darsteller auf der Bühne. „Die Jeddeloher haben das Stück noch etwas abgewandelt, was natürlich möglich ist“, , ergänzt Kay Hinrichs. „Die Bühne hier ist wesentlich größer als in Hollen. Dafür waren unsere Wege kürzer“, beschreibt Hella Gerdes einen weiteren Unterschied. An den Leistungen hatten beide nichts auszusetzen, sie waren wie die vielen Zuschauer begeistert, was die vielen Lacher und der immer wieder zu hörende Applaus belegten.

Unter Regie von Thomas Lichtenstein wurde das Stück kurzweilig und vergnüglich gespielt. Die Souffleusen Ursela Reil, Verena Waldow und Melanie Sander waren bei der Premiere kaum gefordert. Während sich Maren von Aschwege sowie Kerstin und Lina Wittje um Maske und Frisuren kümmern, haben Thorsten Rippen und sein Team das Bühnenbild gefertigt.

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