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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Hochzeit mit verzwickter Handlung

14.11.2017

Jeddeloh Ii „Noch lebe ich. Bisher hat alles sehr gut geklappt.“ Maren Komandel ist nervös. Schließlich muss noch ein Akt gespielt werden, bevor die Premierenvorstellung der Kanaal Komödianten Jeddeloh II mit dem Stück „De Hochtietsnacht“ von Bernd Kietzke vorbei ist.

Für die 42-Jährige war die erste Aufführung in der neuen Jeddeloher Theatersaison eine doppelte Premiere: Maren Komandel stand erstmals auf einer Bühne. „Als ich die ersten Sätze sagen musste, war einiges an Aufregung verflogen. Es ist aber komisch, den Beifall der Zuschauer zu hören. Bei den Proben gab es das nicht.“

In dem Dreiakter spielt Maren Komonadel Hannelore, die Mutter der Braut Eva (Inge Kreye). Diese und ihr frisch Vermählter, Sebastian von Dorn (Dietmar Kruse), finden nach ihrer Hochzeit in der Hochzeitslobby keine Ruhe. Immer wieder werden sie gestört, so von Jochen Ginger (Theo Vehndel), Vater von Eva, oder von Sebastians Eltern, Gesine (Claudia Kruse) und Ruprecht von Dorn (Dietmar Kruse). Abstruse Streitereien und Anliegen führen die Hochzeitsgäste immer wieder ins Zimmer des Brautpaares. Evas liebestolle Patentante, Heidi Hitzig (Bärbel Hillje), nutzt sogar das Bett für ihre Eskapaden. Denen kann sich auch Freddy Stecher (Ewald Kruse) nicht entziehen, obwohl er eigentlich der Liebhaber von „Mäuseschnäuzchen“ Hannelore ist. Auch Pfarrer Johann Selig (Jürgen Schlingmann) gehört zu den Störenfrieden.

Die Premiere im „Goldnen Anker“ kam bei den Besuchern im sehr gut gefüllten Saal hervorragend an. Immer wieder gab es Szenenapplaus und Lacher wegen der Wortspielereien. Es machte einfach Spaß, der verzwickten Handlung zu folgen. Hanna Schlingmann, seit gut 30 Jahren Leiterin dieser Gruppe, hatte anfangs Bedenken. „Diese Geschichte lebt sehr vom Text. Ich konnte nicht einschätzen, wie das Publikum reagieren würde.“ Die Komödie zu spielen, die erst dieses Jahr erschien, bewertete sie als richtige Entscheidung.

Die Darsteller zeigten sich so textsicher, dass die Souffleusen Heike Schmüser und Anne Büsing wenig Arbeit hatten. Gut zu tun hatte Ulrike Vehndel, die für die Masken und Frisuren zuständig ist. Sie sorgte dafür, dass die Darsteller auf der Bühne authentisch wirkten. Während Walter Schmüser, Jürgen Kant und Klaus Büsing für das Bühnenbild sorgten, agierten Peter Brötje und Renate Köpp im Hintergrund und sorgten dafür, dass alles klappte.