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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Geschichte: Jeddeloher schaffen eigenes Dorfarchiv

02.04.2016

Jeddeloh I Das Projekt sucht im Ammerland seinesgleichen: Menschen aus Jeddeloh I bauen im Dorf ein eigenes Archiv auf, um die örtliche Geschichte und das dörfliche Leben vieler Generationen für die Nachwelt zu erhalten. Möglich wurde das nicht zuletzt durch eine großzügige Spende von Linda Dierks aus dem US-amerikanischen Oregon. Ihre Eltern, Fritz und Martha Dierks (eine geborene Blancke), waren 1973 nach Amerika ausgewandert.

„Im Grunde begann alles damit, dass wir Blanckes eine Familienchronik erarbeiten wollten“, berichtet Richard Blancke, dessen Vater ein Bruder von Martha Dierks, geb. Blancke, war. Darüber habe er sich auch mit seiner Kusine Linda in den USA ausgetauscht, mit der er seit vielen Jahren in engem Kontakt stehe und die sich sehr für die Geschichte und das Leben in Jeddeloh I interessiere. Ihre Mutter Martha stammt aus Jeddeloh I, ihre Großeltern hatten in Jeddeloh I eine Schmiede betrieben, dort, wo sich heute die Tischlerei Rohlfs befindet. 1953 war Linda Dierks als junges Mädchen das erste Mal mit ihrer Mutter in Jeddeloh I gewesen, viele Besuche folgten, insbesondere nahm sie in den letzten Jahren an den Kusinentreffen teil.

Bei einem dieser Deutschlandaufenthalte besuchte Linda Dierks, deren Eltern bei ihrer Auswanderung aus Jeddeloh I viele Gegenstände, Bücher und Unterlagen mitgenommen hatten, auch Dorfarchivar Klaus Kruse. „Ich hatte vor diesem Treffen Sorge, ob meine Englischkenntnisse für eine Unterhaltung reichten“, lacht Kruse, Elektroingenieur und pensionierter Berufsschullehrer, der seit vielen Jahren Materialien aus der Jeddeloher Dorfgeschichte sammelt, archiviert und auswertet. Doch Linda Dierks habe gar kein Englisch gesprochen, sondern perfektes Plattdeutsch, das sie von ihren Eltern lernte. Hochdeutsch beherrsche sie nicht.

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Spende angekündigt

Angekündigt habe Linda Dierks später auch, dass sie Jeddeloher Gegenstände und Unterlagen von ihren Eltern gern nach Deutschland zurückbringen und dass sie einen Geldbetrag für ein Jeddeloher Dorfarchiv spenden wolle.

„Weil die Satzung unseres Ortsbürgervereins bereits auswies, dass wir ein Dorfarchiv einrichten wollen, mussten wir nur noch einen Raum suchen“, sagt Klaus Kruse, der auch Kassenwart im OBV Jeddeloh I ist. Frieda Oltmanns habe, vertreten durch Oltmann Oltmanns, dem Ortsbürgerverein kostenlos Räumlichkeiten im ehemaligen Bürogebäude der Ziegelei zur Verfügung gestellt. Im Januar 2016 zog das Archiv dann in einen Raum des ehemaligen Hauses Reins um, das als Haus „Jeddeloh Mitte“ zu einer Begegnungsstätte umgestaltet wird.

Grundlage für das Jeddeloher Dorfarchiv bilden die gesammelten Unterlagen von Klaus Kruse und seinem Vater Heinrich Kruse. „Für das Dorfarchiv wollen wir systematisch Dokumente, Bilder und Unterlagen und Gegenstände sammeln und archivieren“, so Kruse, der vor vielen Jahren an den Berufsbildenden Schulen Oldenburg eine Schulmediothek aufgebaut hat.

Dokumente sichern

„Vieles ist schon verloren gegangen oder wurde gedankenlos weggeworfen, weil man nicht erkannte, welche Bedeutung es hat. Auf so manchem Dachboden oder in so manchem Keller schlummern vermutlich noch Dokumente und Fotos, die für ein Dorfarchiv von großem Interesse sein könnten“, sagt Kruse und bittet darum, ihm Karten, Vereinsunterlagen, Bilder, Videos, DVDs, Urkunden, geschichtliche Unterlagen, Zeitungen, Zeitungsartikel, Fachbücher, regionale Veröffentlichungen und alles, was mit Jeddeloh I oder Jeddelohern zu tun habe, zur Verfügung zu stellen (Klaus Kruse, Schützenweg 1, 26188 Jeddeloh I, Telefon  04405/987870). Die Unterlagen würden digitalisiert und in Spezialkartons gelagert. Der Lagerraum, der künftig zum Archiv gehören werde, werde keine Fenster haben und sei klimatisiert, damit die Unterlagen lange erhalten blieben. Unterstützt wird Kruse bei seiner Arbeit von Suchita Blancke.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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