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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

KGS-Schüler bei Festakt in Berlin

30.10.2015

Rastede /Berlin Die deutschen Sinti und Roma haben in Berlin eine Repräsentanz ihres Heidelberger Dokumentations- und Kulturzentrums eröffnet. Auf Einladung des Vorsitzenden des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, nahm auch die Arbeitsgemeinschaft „Für den Frieden“ der Kooperativen Gesamtschule Rastede an der Festveranstaltung teil.

Die AG-Mitglieder Katja Effertz, Saskia Dierks und Michael Luttmer nutzten den Besuch, um ihre Freundschaften zu bekannten Sinti und Roma zu vertiefen. Mit Erich Schneeberger (Bayrischer Landesverband der Sinti und Roma) diskutierten Katja Effertz und Saskia Dierks über die heutige Diskriminierung der Minderheit.

„Es ist schlimm“, sagte Katja Effertz, „dass fast die Hälfte der Bundesbürger keine Sinti und Roma als Nachbarn will.“ Romani Rose versprach den Schülerinnen, im Frühjahr 2016 die Rasteder „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ wieder einmal als Pate zu besuchen. Auch die Sängerin Dotschy Reinhardt, die die Eröffnungsfeier in Berlin zusammen mit dem Trio Django Deluxe musikalisch gestaltete, vereinbarte mit den AG-Mitgliedern ein Konzert und eine Lesung an der Schule.

Wie der Leiter der AG, Michael Luttmer, mitteilt, plant die AG in der neuen Einrichtung zusammen mit dem Leiter der Hauptstadt-Repräsentanz, Oswald Marschall, Workshops gegen den Antiziganismus mit Schülern der KGS in Berlin.

Mit ihrer Einladung für die AG „Für den Frieden“ würdigten der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma und das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma die langjährige Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft an der KGS Rastede und das Engagement der Rasteder Schüler gegen den Antiziganismus. „Es ist eine große Ehre für uns, dass wir an der Festveranstaltung teilnehmen durften,“ freute sich AG-Mitglied Saskia Dierks.

Die deutschen Sinti und Roma haben in Berlin eine Repräsentanz ihres Heidelberger Dokumentations- und Kulturzentrums eröffnet. Auf Einladung des Vorsitzenden des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, nahm auch die AG „Für den Frieden“ an der KGS Rastede an der Festveranstaltung teil.

Die Aufgabe des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma besteht in der Darstellung der Jahrhunderte langen Geschichte des Rassismus gegenüber der Minderheit. So arbeitet das Zentrum z.B. den Völkermord an 500.000 Menschen der Minderheit im Nationalsozialismus auf. Außerdem beteiligt sich die Heidelberger Einrichtung durch Veranstaltung und politische Initiativen an der Entwicklung einer toleranten und humanen Gesellschaft.

Verschwunden ist der Antiziganismus damit nicht. Dennoch wertete Romani Rose in seiner Begrüßungsrede die Eröffnung der Berliner Filiale als „wichtigen Einschnitt“ des Engagement der Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma in der BRD. Um den Antiziganismus zu bekämpfen, sei es von Bedeutung, über die Diskriminierung der Sinti und Roma aufzuklären und auch in der Hauptstadt Gesicht zu zeigen. Dazu werde die Einrichtung, die Silvio Peritore vom Heidelberger Büro initiiert hat, durch Bildungsangebote die Situation der Sinti und Roma in Europa kritisch beleuchten. Als erste Ausstellung sind Bilder von Düsseldorfer Sinti des Malers Otto Pankok zu sehen, die die Verfolgung der Minderheit im Nationalsozialismus dokumentieren und die Menschen entgegen der traditionellen Vorurteile in ihrer Individualität und in ihrer Menschenwürde abbilden.

Für die Bundesregierung betonte Staatssekretär Ralf Kleindiek in seiner Ansprache die historische Verantwortung gegenüber den Sinti und Roma. Er forderte einen breite Auseinandersetzung über den Rassismus in der BRD, ohne die es „keine offene und humane Gesellschaft“ gebe. Der vormalige Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan Kramer, setzte sich angesichts der traditionellen Diskriminierung und der aktuellen Abwehr gegenüber Roma aus Osteuropa für eine menschenfreundliche Flüchtlingspolitik ein.

Im Anschluss an die offizielle Eröffnungsfeier vertieften die AG-Mitglieder Katja Effertz, Saskia Dierks und Michael Luttmer ihre Freundschaften zu bekannten Sinti und Roma. Mit Erich Schneeberger (Bayrischer Landesverband der Sinti und Roma) diskutierten Katja und Saskia die heutige Diskriminierung der Minderheit. „Es ist schlimm,“ sagte Katja, „dass fast die Hälfte der BundesbürgerInnen keine Sinti und Roma als Nachbarn will“. Romani Rose versprach den beiden Schülerinnen, im Frühjahr 2016 die Rasteder „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ wieder einmal als Pate zu besuchen. Auch die Sängerin Dotschy Reinhardt, die die Eröffnungsfeier zusammen mit dem Trio Django Deluxe musikalisch umrahmte, vereinbarte mit den AG-Mitgliedern ein Konzert und eine Lesung an der ammerländer Schule. Und in der neuen Einrichtung plant die Rasteder Arbeitsgemeinschaft zusammen mit dem Leiter der Hauptstadt-Repräsentanz, Oswald Marschall, Workshops gegen den Antiziganismus mit SchülerInnen der KGS in Berlin.

Mit ihrer Einladung für die AG „Für den Frieden“ würdigten der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma und das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma die langjährige Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft an der KGS Rastede und das Engagement der Rasteder SchülerInnen gegen den Antiziganismus. „Es ist eine große Ehre für uns, dass wir an der Festveranstaltung teilnehmen durften,“ freute sich AG-Mitglied Saskia, „und die Menschen waren wieder einmal besonders herzlich zu uns“. Wegen der Freundschaften und der Diskriminierung will die Rasteder Arbeitsgemeinschaft ihren Kampf gegen den Antiziganismus und für eine Welt in Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Glück zusammen mit den Heidelberger Einrichtungen fortsetzen.

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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