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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Mittelalter als Völkerverständigung

10.07.2018

Kleefled „Das ist einfach cool, was wir hier machen“, schwärmt Renke (11) und legt das Styroporschwert zur Seite. Gerade hat er mit seiner Schwester Swaantje (13) einen Schwertkampf absolviert – nach Regeln versteht sich und mit Respekt vor dem Gegner.

Schwertkämpfe gehören wie das Leben in kleinen Hütten, der Gang über den Markt mit dem Kauf von Schmuck oder Kleidung und das Erobern einer Burg zum Programm der „Tage im Mittelalter“, die der Edewechter Jugendpfleger Ekkehart Weber im Rahmen der Edewechter Ferienpassaktion auf seinem privaten Gelände in Kleefeld anbietet. Noch diesen Dienstag und diesen Mittwoch jeweils von 10 bis 13 Uhr können Kinder ab acht Jahren, die auch spontan vorbeikommen können, an diesen Ferienaktionen teilnehmen.

Wer sind die IJGD?

Die IJGD (Internationale Jugendgemeinschaftsdienste) sind eine Fachorganisation für Freiwilligendienste. Organisiert sind die IJGD in einem Bundesverein, dem 13 Landesvereine angeschlossen sind, alle sind als gemeinnützige Vereine anerkannt. Die IJGD sind kirchlich und parteipolitisch unabhängig. Durch die Angebote des Vereins, der einen ehrenamtlichen Vorstand hat, können sich junge Leute über gesellschaftliche Verhältnisse im In- und Ausland zu informieren.

Seit mehr als 60 Jahren organisieren die IJGD Freiwilligendienste im In- und Ausland Workcamps (soziale Projekte), die bis zu drei Wochen in vielen Ländern angeboten werden, so etwa in Europa, Asien, Afrika und Lateinamerika. Daneben gibt es Langzeitdienste von bis zu 18 Monaten.

    https://www.ijgd.de/

„Das Besondere sind die Betreuer“, sagt Weber. 15 junge Leute aus neun Nationen zwischen 18 und 29 Jahren, die für zwei Wochen in der Gemeinde Edewecht an einem Workcamp der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (IJGD) teilnehmen, verbringen mit den Kindern die „Mittelalterlichen Tage“.

„Den Namen Mittelalter kannten alle, aber damit anfangen konnten die Workcampteilnehmer kaum etwas“, sagt Weber. Deshalb beschäftigte sich die Gruppe vergangene Woche bereits inhaltlich mit dem Zeitalter und richtete das Gelände für die Veranstaltungen für diese Woche her. So bauten die jungen Leute unter anderem Häuschen und eine Burg sowie Sitzbänke rund ums Lagerfeuer. Außerdem betreuten sie vergangene Woche auch schon Edewechter Kinder bei anderen Ferienpassaktionen.

„Die Verständigung zwischen Kindern und den Workcampteilnehmern ist kein Problem“, berichtet die Braunschweigerin Verena Renn (26), die mit der Algerierin Saida Arab (29) das Workcamp leitet. Einige der jungen Leute hätten gute Deutschkenntnisse wie z.B. Alice und Berenice, zwei 18-jährige Studentinnen aus Frankreich, andere wie z.B. Javier (23) aus Mexiko oder Andrea (24) aus Spanien verständigten sich über Englisch. „Und wenn das die Kinder nicht verstehen, dann geht es mit Zeigen, mit Händen und Füßen, es klappt immer“, sagt Teamleiterin Verena. Die Kinder fänden es super, dass sie internationale Betreuer hätten und das sogar aus Ländern wie Mexiko und Südkorea, die bei der WM in Russland die deutsche Elf besiegten.

Die Arbeit mit den Jungen und Mädchen mache sehr viel Spaß, so die Workcampteilnehmer und nicht nur das: „Es ist toll, andere junge Menschen aus Südkorea, Frankreich, Mexiko, der Schweiz, Russland, Spanien und Deutschland zu treffen und so andere Kulturen und das Gastland besser kennenzulernen als jeder Tourist“, schwärmt Jana (21) aus der Ukraine.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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