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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Neuer Glockenturm: Schwebt ein Koloss durch Westerstede

02.03.2016

Westerstede Mit Polizeieskorte kam er in der Nacht zu Dienstag in Westerstede an: kein Prominenter, sondern der neue Glockenturm für die katholische Herz-Jesu-Kirche. Ein Schwertransporter brachte den 20 Meter hohen und 57 Tonnen schweren Koloss in die Gartenstraße – und zwar in einem Stück. Das habe es zuvor erst einmal in Deutschland gegeben, sagte Kirchenprovisor Heiko Wittenberg.

Eine Firma für Betonfertigteile aus Haselünne hat den Glockenturm in den vergangenen sechs Monaten nach Plänen des Westersteder Architekten Ulrich Recker konstruiert, der auch schon für den Bau des Pfarrheims und die Kirchenrenovierung verantwortlich gewesen war.

Am Vormittag versammelten sich immer mehr Schaulustige vor dem Absperrband, um das Spektakel zu verfolgen: Ein 400- und ein 250-Tonnen-Autokran hoben den Turm langsam an, bevor er in der Luft gedreht wurde. Nach weniger als einer halben Stunde stand die Stahlbetonkonstruktion dann mitten auf der Gartenstraße. Danach war Fingerspitzengefühl gefragt: Millimetergenau musste der Turm auf dem vorbereiteten Sockel vor der Kirche platziert werden.

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Pfarrer Carl Trenkamp blickte fröhlich zur Spitze des Turmes, die am Donnerstag noch ein Dach erhalten soll. „Der hat hier gefehlt, wir sind schließlich eine Kreisstadt“, sagte der Pfarrer. Seit 1993 hatte er sich für den Bau eines Glockenturmes stark gemacht. Aber erst seit 2010 gab es konkrete Baupläne. Vorrang hatte jedoch zunächst die Renovierung der Kirche.

330 000 Euro kostet der neue Kirchturm samt Glocke. 35 Prozent der Kosten übernimmt die katholische Kirchengemeinde St. Johannes der Täufer. Der Rest kommt vom Bischöflich Münsterschen Offizialat in Vechta.

Natürlich verfolgte auch Architekt Ulrich Recker das Spektakel. „Der Turm soll künftig als Eingang auf das Kirchgelände dienen“, erklärte er, „das ist für das Ammerland typisch.“ Der Turm erhält neben einem Dach auch Wandplatten, die ein ganz besonderes Muster aufweisen: Hier hat Recker Westersteder Straßenzüge einarbeiten lassen. „Das sind die Straßen, die vom Klang berührt werden“, erläuterte der Architekt. Außerdem wird der Turm von innen beleuchtet. Am Dienstagnachmittag kam die erste Wandplatte an.

In dem neuen Turm sollen in Zukunft drei Glocken läuten: Die beiden alten Glocken aus dem Jahr 1978, die aktuell in einem Mauervorsprung neben der Kirche hängen, sowie eine neue Glocke. Die alten Glocken hatten das Kirchgebäude durch ihre Schwingungen beschädigt, sagte Heiko Wittenberg.

Die neue Glocke war im Juni 2015 in einer Gießerei in Gescher in Nordrhein-Westfalen gegossen worden. Dafür waren 25 Gemeindemitglieder angereist. Am vierten Advent hatte dann Weihbischof Heinrich Timmer­evers die fertige Glocke feierlich eingeweiht. Pfarrer Trenkamp hofft, dass der Turm zu Ostern komplett fertig ist.

An diesem Mittwoch werden weitere Wandplatten für den Turm geliefert. Am Donnerstag folgt das Dach. Die Gartenstraße ist im Bereich der Kirche voraussichtlich noch bis Freitagnachmittag gesperrt.


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Sonja Klanke Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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