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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Für ihn sind E-Books kein Thema

12.10.2019
Frage: Wann haben Sie zum ersten Mal ein Buch gelesen?
karl-Heinz Matten: Im Alter von sieben Jahren habe ich kleinere Ritterromane gelesen. Das erste richtige Buch folgte dann im Alter von neun Jahren. Es hieß „Hier hielt die Welt den Atem an“.
Frage: Konnten Sie das im Alter von neun Jahren verstehen?
karl-Heinz Matten: Ja, Sie müssen verstehen, dass das Reportergeschichten waren. Die sind ja meistens nüchtern und emotionslos geschrieben.
Frage: Nüchtern und emotionslos geschrieben?
karl-Heinz Matten: Ja, Sie kennen das ja vielleicht auch. (lacht)
Frage: Das stimmt. Wie ging es denn weiter, nachdem Sie diese Reportergeschichten gelesen haben?
karl-Heinz Matten: Dann kam erst einmal eine große Pause. Sie wissen ja, wie das so läuft. In jüngeren Jahren hat man andere Dinge im Kopf. Mit 31 Jahren habe ich dann richtig mit meiner Büchersammlung begonnen.
Frage: Wie viele Bücher besitzen Sie heute?
karl-Heinz Matten: Ungefähr 9 000 Stück.
Frage: Wie viele davon haben Sie komplett gelesen?
karl-Heinz Matten: Nicht alle auf jeden Fall. Die Sachbücher sind ja meistens nur dazu da, um sein eigenes Wissen zu stillen. Da bleibt man nicht dauerhaft am Ball.
Frage: Haben Sie ein Buch, welches Ihnen besonders am Herzen liegt?
karl-Heinz Matten: „Weltall und Menschen“ von Hans Kraemer. Mit der Kupferverzierung und den vielen Bildern ist es ein Buch mit hoher Wertigkeit. Es ist deutlich zu erkennen, dass sich jemand hier Mühe gemacht hat. Das mag ich.
Frage: Mussten Sie schon einmal ein Buch entsorgen?
karl-Heinz Matten: Ja, leider schon. Ich hatte hier mal mitten im Raum einen Stapel Bücher liegen, der bis zur Decke ging. Da musste ich einiges aussortieren.
Frage: Wie haben Sie sich bei der Entsorgung gefühlt?
karl-Heinz Matten: Manchmal hat es mir das Herz gebrochen, als ich die ausrangierten Bücher zur Deponie gebracht habe. Aber, wenn niemand aus deiner Familie etwas mit den Büchern anfangen kann, dann müssen sie nun mal weg.
Frage: Bei der gesamten Entsorgung und dem Schleppen zur Mülldeponie: Kommt man da nicht auf die Idee, alles einfacher zu haben, beispielsweise mit einem E-Book?
karl-Heinz Matten: Ein E-Book nimmt zwar weniger Platz ein als ein gedrucktes Buch, aber es ist einfach nichts, was ich dann in der Hand halten kann.
Frage: Nun ja, Sie halten ja im Normalfall den E-Reader, ein Kindle, das Tablet oder Ihren Laptop in der Hand zum Lesen, oder nicht?
karl-Heinz Matten: Das stimmt, aber ich mag das Blättern in den alten Bücherseiten. Die Wertigkeit ist bei einem E-Book einfach nicht gegeben, meiner Meinung nach. Dennoch dürfen die Leute das ja gerne mit sich ausmachen, was sie bevorzugen.
Frage: Welchen Stellenwert hat das Internet denn in Ihrem Leben?
karl-Heinz Matten: Einen eher kleineren. Ich habe zwar einen Facebook-Account, aber nutze für wissenschaftliches Arbeiten das Internet nur als erste Informationsquelle. So komme ich eventuell auf Querverweise zu neuen Büchern, die ich dann bei Amazon bestelle. (lacht)
Frage: Was denken Sie über die Zukunft des gedruckten Buchs?
karl-Heinz Matten: Ich glaube, dass gedruckte Bücher weiterhin existieren. Der große Besucheransturm auf der Frankfurter Buchmesse zeigt mir, dass es noch genug Buch-Liebhaber gibt.
Michael Diederich Volontär, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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