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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Letzte Ruhe in der Kapelle

26.10.2016

Westerstede Neue Zeiten sollen für die denkmalgeschützte Friedhofskapelle in Westerstede anbrechen. Das aus dem Jahr 1875 stammende kleine Gebäude soll zu einem Kolumbarium umgestaltet werden, in dem insgesamt 158 Urnen Platz finden.

„Die alte Friedhofskapelle wurde früher eher als Abstellraum genutzt. Jetzt wird sie restauriert und innen umgebaut. Im Kapellenraum werden Fächer eingerichtet, in denen später die Urnen stehen werden“, berichtet Gerriet Ohmstede vom Vorstand des Westersteder Kirchenrats von den Plänen. Das Kolumbarium soll voraussichtlich im Frühjahr fertig sein. „Hintergrund ist die steigende Nachfrage nach pflegearmen oder sogar pflegefreien Grabstätten“, erklärt er. Später sei daher geplant, ein kleines Areal als Waldfriedhof naturbelassen umzugestalten.

Zurzeit wird an der kleinen Kapelle kräftig gearbeitet. Das Gebäude ist eingerüstet und bekommt ein neues Dach aus englischem Schiefer. Das Material hat eine Familie gespendet. Doch es stehen noch weit mehr Arbeiten an, wie Architekt Bernhard Brakenhoff berichtet. „Das Mauerwerk wird teilweise ausgebessert, die Fenster gestrichen und die Eingangstür überarbeitet. Die Nebentür wird komplett erneuert“, zählt er einige Beispiele auf. Bereits abgeklopft wurde eine Zementputzschicht und durch neuen Kalkputz ersetzt. Erneuert werden muss noch der Fußboden aus Sandstein. Fachkundig restauriert und gesäubert werden die ultramarinblaue Decke und die sichtbaren Holzbalken, die mit einer Perlenmalerei verziert sind. „Dafür wird ein Restaurator kommen“, erklärt Brakenhoff.

Erst dann sollen die eigentlichen Arbeiten für die Umgestaltung zum Kolumbarium beginnen. „Die Urnenfächer werden aus einer Kombination aus Eichenholz und brünierter Bronze hergestellt. Die Urnen werden daher nicht sichtbar sein“, erklärt der Architekt. Der Zugang zum Kolumbarium wird zu bestimmten Öffnungszeiten jedem Friedhofsbesucher gestattet, darüber hinaus gelangen Angehörige mit einem Transponder ins Gebäude. Wie bei anderen Grabstätten gelten hier Ruhezeiten von 25 Jahren. Für die Zeit danach wird eine Aschegrube in der Kapelle hergerichtet.

Kerstin Schumann Redakteurin / Redaktion Westerstede
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